Großeinsatz wegen Ölspur
Feuerwehrkräfte rückten mehrere Stunden lang im Bereich Bechtsrieth bis Vohenstrauß aus

Eine Kehrmaschine des Straßenbauamts und 45 Feuerwehrkräfte aus der Region waren am Freitagnachmittag auf Kreis- und Bundesstraße beschäftigt, eine 15 Kilometer lange Ölspur zu beseitigen. Bisher konnte der Verursacher nicht ermittelt werden. Bei Waldau wurde sogar zeitweise der Verkehr angehalten.
Vermischtes
Vohenstrauß
04.09.2016
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Vohenstrauß. (dob) Eine 15 Kilometer lange Ölspur zog sich am Freitag auf der Bundesstraße 22 von Bechtsrieth über die Kreisstraße NEW 23 bis in den Vohenstraußer Ortsteil Fiedlbühl. Dieses Malheur, das ein unbekanntes Fahrzeug hinterließ, löste ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften aus, die von einer Mannschaft der Straßenmeisterei mit einer Kehrmaschine unterstützt wurden. Jetzt ermittelt die Polizei.

Insgesamt waren acht verschiedene Ortsfeuerwehren mit 45 Kräften beschäftigt, die stellenweise bis zu 20 Zentimeter breite Ölspur zu beseitigen. Streckenweise wurde sogar der Verkehr angehalten, um die Fahrbahnreinigung auszuführen.

Um 15 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle (ILS) in Weiden erstmals die Verunreinigung gemeldet. Die Feuerwehrkameraden aus Bechtsrieth, Irchenrieth und Michldorf rückten mit Besen und Kehrschaufeln aus und verteilten das Ölbindemittel auf der verunreinigten Strecke der Bundesstraße 22, die unweit von Bechtsrieth ihren Ausgangspunkt hatte. Allerdings bemerkten die Einsatzkräfte schnell, dass sich die Ölspur auch in die Vohenstraußer Ortsteile zieht.

Weitere Feuerwehren hinzugerufen


Daraufhin wurden durch die ILS weiter die jeweils zuständigen Feuerwehren aus Kaimling, Roggenstein, Waldau, Altenstadt und Vohenstrauß alarmiert. Letztere war an diesem Tag in der Mittagszeit bereits bei dem schrecklichen Unfall auf der Autobahn A 6 auf Höhe der Autobahnausfahrt Pleystein gefordert, bei dem ein 68-jähriger Mann aus dem Bereich Schwandorf lebensgefährliche Verletzungen davontrug.

Um 19.06 Uhr heulte die Sirene schließlich in Altenstadt und laute Martinshörner waren zu vernehmen. Feuerwehrkräfte rasten in Windeseile zu den Gerätehäusern. Wegen des großen Ausmaßes waren zu dieser Zeit auch schon Mitarbeiter der Straßenmeisterei mit einer Kehrmaschine eingesetzt, die auf der Staatsstraße von Waldau nach Altenstadt die Fahrbahn vom Pulverstaub des Ölbindemittels befreiten. Dabei wurden sie mit einem Feuerwehrfahrzeug abgesichert.

Die Maschine sog das kontaminierte Bindemittel sauber auf. Polizeibeamte fuhren der gut sichtbaren und deutlichen Spur bis in den Ortsteil Fiedlbühl nach, die sich letztlich in der Fiedlbühlstraße am Ortsende verlor.

Polizei sucht Zeugen


Die Ermittlungen der Polizeibeamten von der Vohenstraußer Inspektion verliefen bisher ergebnislos. In unregelmäßigen Abständen stellten die Straßenbaumitarbeiter Verkehrsschilder mit dem Hinweis auf eine Ölspur auf, um die Autofahrer zu warnen. Die Kosten für diesen Einsatz in dieser Größenordnung sind nicht unerheblich, denn allein der Ölbindemittelverbrauch dürfte bei den einzelnen Wehren drastisch gestiegen sein. Insgesamt brachten die Kräfte 30 Säcke dieses Gemischs aus.

Hinzukommen die personellen Kosten und der Einsatz der Fahrzeuge. Der Vohenstraußer Feuerwehrkommandant Mario Dobmayer schätzt den finanziellen Aufwand auf satte 5000 Euro. Die Polizei bittet nun Zeugen, die Beobachtungen zu diesem Vorfall gemacht haben, sich unter Telefon 09651/92 010 zu melden.
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