Heidemarie und Peter Hippler feiern goldene Hochzeit
Seit 50 Jahren gemeinsam auf Reise

Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier (links) wünschte Heidemarie und Peter Hippler Gesundheit und Zufriedenheit für weitere glückliche Jahre. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
28.05.2016
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"Wir sind längst in Vohenstrauß eingebürgert und wir sind ungemein dankbar, hier wohnen zu dürfen." Heidemarie (68) und Peter Hippler (75) feierten am Mittwoch goldene Hochzeit und blickten auf eine bewegte Lebensreise mit vielen Höhen und Tiefen zurück. Das Jubelpaar verhehlte aber auch nicht, dass es nicht leicht war, in Vohenstrauß Fuß zu fassen.

Zwei Söhne und drei Enkel


Heidemarie Hippler hatte starkes Heimweh, nachdem sie hier keine Anstellung fand. Bis 1999 wohnte das Paar in Treptow, einem ehemaligen Verwaltungsbezirk in Ostberlin. Im Standesamt Berlin Johannisthal versprach sich das junge Paar die Treue. Das Paar zog zwei Söhne groß, heute zählen drei Enkel zur Familie.

40 Jahre arbeitete Heidemarie Hippler als Sekretärin im Institut für Nachrichtentechnik mit über 1000 Mitarbeitern. Nach der Wende war sie bei einer Werkzeugmaschinenfirma als einzige Frau unter lauter Männern angestellt. "Das war aber trotzdem ein sehr schönes und gutes Arbeiten", erinnert sie sich.

"Sehr schöne Zeit"


Ihr Ehemann war zuerst Filmvorführer und später Kulturhausleiter. Als er einen Herzinfarkt erlitt, kamen sie 1995 nach Moosbach ins Gästehaus von Maria Schwabl. "Es war die Luft, die mir sehr gut tat", erzählte Peter Hippler. Daraufhin kamen sie in den nächsten vier Jahren im Frühjahr und Herbst in die Oberpfalz. "Das war eine sehr schöne Zeit."

1999 entschlossen sie sich, ganz in die Region zu ziehen. Bei der Gemeinnützigen Baugenossenschaft im Eglseegebiet bekamen sie eine schöne Wohnung mit herrlichem Ausblick auf die Kalvarienbergkirche. Leider erkrankte Peter Hippler an Krebs und hatte schon Angst, das Jubelfest nicht mehr mit seiner Ehefrau feiern zu können. Doch der behandelnde Arzt habe ihm versprochen: "Sie werden Ihre goldene Hochzeit erleben. Und Recht sollte er haben", freute sich der Ehemann, dem es mittlerweile wieder besser geht.

Kürzere Reisen traut sich das Ehepaar noch immer zu. Nach der Wende waren sie in Schweden, Spanien und Italien. Mit ihrem Trabant, auf den sie zehn Jahre lang warten mussten, fuhren sie nach Frankreich zu Peter Hipplers Cousine, die überwältigt war, ihre Verwandten in den Arm schließen zu können. Neun Jahre kümmerte sich Heidemarie Hippler in Vohenstrauß um das Zusperren der Friedhofsanlage. Seit ihrer Hochzeitsreise ins Erzgebirge vor 50 Jahren halten sie auch Kontakt zu einem Ehepaar, das sie damals in Schellerhau kennenlernten. "Einmal im Jahr treffen wir uns." Zu ihrem goldenen Ehrentag belohnen sich beide mit ein paar Tagen Aufenthalt in der Wutzschleife in Rötz.
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