Heller Saal das Herzstück

Dutzende Male haben sich Dekan Alexander Hösl (rechts) und der Tännesberger Architekt Josef Schönberger, der täglich auf der Pfarrheim-Baustelle vorbeischaut, schon getroffen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Der Unterputz an der Fassade ist fertig. Im Frühjahr erfolgt die Fertigstellung. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
12.12.2015
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Die katholische Pfarrgemeinde Vohenstrauß hat sich mit dem Neubau eines Jugend- und Pfarrheims selbst das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Den Sommer über entstand ein helles, freundliches Gebäude mit vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten.

Herzstück ist der lichtdurchflutete helle Saal. Der Fahrplan wird eingehalten, auch dank des milden Wetters, berichtete Architekt Josef Schönberger aus Tännesberg. Vor dem Haupteingang wird im nassen Erdreich gebaggert, was das Zeug hält, denn die Stadt schloss vor kurzem Wasser- und Kanal an, innen wird gehämmert und geschraubt.

Innenausbau ab Januar


Ab kommender Woche ist auch die Heizung und der Anschluss an das Fernwärmenetz der Naturenergie Eslarn-Vohenstrauß zur Inbetriebnahme bereit. Ab Mitte Januar kann der Innenausbau in der gleichen hohen Qualität wie der Rohbau erfolgen, informierte der Architekt. Estrich und Unterputz sind ebenfalls schon erledigt. Eingebaut sind auch die dreifachverglasten Fenster, die außen mit Aluminium ein robustes Schutzschild gegen Abwitterung bilden, während innen helles Fichtenholz Natur ausstrahlt. Elektriker und Netzbetreiber sind damit beschäftigt, die Strom- und Telefonanschlüsse zu installieren.

"Wir liegen genau im Soll", freut sich Schönberger über eine bisher problemlose Baustelle. Eine ausgeklügelte Raumaufteilung bringt in dem wirtschaftlich und kompakt gebauten Gebäude viel Platz und vor allem später so wenig Unterhaltskosten wie möglich. Das Haus wurde rundherum sehr gut mit Dämmmaterial eingepackt.

Schritt für Schritt schließt sich beim Innenausbau die Decke im Saal. Die Handwerker bauchen derzeit die Schallschluckdecken, die den funktionalen Anforderungen wie zum Beispiel Brand- und Schallschutz erfüllen, ein. Vor allem der Deckenaufbau im Saal erfolgt mehrschichtig, denn die Akustik im Raum soll später einen optimalen Standard erreichen. Gleiches gelte aber auch für die Räume im Obergeschoss. Einzig im Chorraum braucht es eine Akustikdecke für einen raumfüllenden Klang. Alle Räume im Erdgeschoss sind barrierefrei zu erreichen. Lichtdurchflutet und hell präsentiert sich schon jetzt der neue Pfarrsaal mit schlicht gegliederter Front aus bodenlangen Fenstertüren. Als Fußbodenbelag hat die Kirchenverwaltung für den Saal Parkett gewählt.

Das Verlegen des hochwertigen Holzbodens erfolge erst nach den Malerarbeiten. Im Haus dominieren später Kunststoffbeläge, wohl auch im modernen Holzdekor, stellte Schönberger in Aussicht. Von den Jugend- sowie den Mutter- und Kind-Räumen im Untergeschoss aus können die Nutzer später ebenerdig ins Freie gelangen. Eine kleine Stützmauer werde dieses Areal vom Kirchplatz trennen, informierte Schönberger. Bis ins Frühjahr können sämtliche Fliesen- und Schreinerarbeiten erledigt werden. Der Architekt tätigt derzeit die letzten fehlenden Ausschreibungen. Die Teeküche, in der eine Industriespülmaschine integriert wird, sei vergeben und auch die Möblierung des Pfarrsaals schon in Auftrag gegeben.

Segnung am 26. Juni


Die Maßnahme kostet 1,2 Millionen Euro. 45 Prozent der Bausumme (540 000 Euro) kommen von der Diözese Regensburg. Die restlichen 660 000 Euro muss die Pfarrei stemmen. Dafür rühren Dekan Alexander Hösl und die kirchlichen Gremien die Werbetrommel für Spenden. Laut Architekt werde der geplante Kostenrahmen gehalten. Am Sonntag, 26. Juni, segnet Bischof Rudolf Voderholzer den Neubau.
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