"Hoffnung für Menschen" in Südindien
Hilfe für mehr als 1000 Menschen

Thomas Ebnet aus Waldthurn (vorne, Mitte) bleibt Vorsitzenden des Vereins für Menschen. Theresia Rewitzer aus Pleystein (vorne, links) wurde als Stellvertreterin bestätigt und Angelika Taube aus Vöslesrieth (vorne, rechts) rückte neu zur stellvertretenden Vorsitzenden auf. Bild: dob
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Vohenstrauß
06.06.2016
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Tausende Kilometer entfernt und den hilfesuchenden Menschen trotzdem so nah ist der Verein "Hoffnung für Menschen", der seit zwölf Jahren Kindern, Witwen und ganzen indischen Familien großer Segen und Lichtbringer ist, nicht nur finanziell.

In der Generalversammlung im Gasthof "Drei Lilien" standen große Veränderungen an. Judith Haslauer und Rudolf Winter aus Schirmitz - Helfer ab der ersten Stunde - gaben ihre Ämter im Vorstand auf und rückten in die zweite Reihe zurück. Ebenso stellten sich der bisherige Kassenwart Bernhard R. Karl aus Waldthurn sowie Christian und Sandra Steiner aus Lennesrieth und Muglhof nicht mehr zur Wiederwahl.

Vorsitzender Josef Ebnet aus Waldthurn dankte ihnen für das große Zeitopfer ihrer ehrenamtlichen Arbeit. "Ihr seid verantwortlich, dass sich der Verein in den vergangenen zwölf Jahren seines Bestehens so positiv entwickelte." Geschenke erhielten aber auch Maria Schötz (Moosbach), Marianne Grießl (Vohenstrauß) und die an diesem Abend extra aus Mainz angereiste Maria Schmitt, die für die Kalendererstellung verantwortlich zeichnet, für ihr stetes Engagement.

Josef Ebnet bestätigt


Bei den Neuwahlen bestätigten die Mitglieder Ebnet als "Kopf" der Organisation und ebenso Theresia Rewitzer aus Pleystein. Neu in die Riege der stellvertretenden Vorsitzenden rückte Angelika Taube aus Vöslesrieth auf. Neuer Kassenwart ist Richard Bäumler aus Theuern. Die schriftlichen Arbeiten übernimmt Gerhard Polster aus Schirmitz. Zu Beisitzern wurden gewählt Barbara Loughran-Dietz aus Weiden und neu Horst Heider aus Schirmitz, Christine Kabitschke aus Pleystein sowie Christine Götzl aus Grafenwöhr. Die Kasse prüfen Hans Völkl (Georgenberg) und neu Dr. Georg Bayerl (Eschenbach).

Insgesamt gehören dem Verein 190 Mitglieder an. Derzeit werden 294 Kinder- und 155 Familienpatenschaften unterhalten. Über 1000 Menschen wurde bisher im südindischen Staat durch die Oberpfälzer Hilfe gewährt. Der indische Abend, der mittlerweile eine Institution sei, könne heuer erstmals in der Fachhochschule organisiert werden.

Über 252 000 Euro


Von Kassenwart Karl erfuhren die Mitglieder, dass im abgelaufenen Jahr 228 346,03 Euro an Spenden gesammelt wurden. 252 850 Euro wurden nach Indien in die Diözese von Bischof Peter Remigius, der Heimat von Geistlichem Rat Antony Soosai aus Neukirchen zu St. Christoph, überwiesen. Ein Dank galt den unermüdlichen Spendern und Unterstützern. Eine davon sei die Pleysteiner Sängerin Brigitte Traeger, die zweimal jährlich ein Benefizkonzert für den Verein initiiere.

Das Versprechen "100 Prozent der Spenden kommt bei den Bedürftigen an" werde eingehalten. Keinerlei Beanstandungen gab es von den Kassenprüfern Hans Völkl und Rudolf Winter. Vereinsgründer und Initiator Horst Heider, der mittlerweile wieder als Beisitzer in die Vereinsführung aufrückte, erinnerte an die erste Reise nach Indien mit Judith Haslauer. "Auch wenn wir nicht immer der gleichen Meinung waren, unser Ziel war das gleiche." Deswegen dankte Heider noch einmal Haslauer. Resi Rewitzer lobte Ebnet für die aufopferungsvolle Arbeit: "Die einmütige Wiederwahl zeigt deutlich, wie wichtig du für diese segensreiche Arbeit bist".

Wichtigstes Bindeglied zwischen Südindien und der Oberpfalz ist Pfarrer Soosai, der mit Pater Julius den Anwesenden für ihre Hilfe für die Bewohner in seinem Heimatland herzlich dankte: "Sie schenken nicht nur Geld sondern Kraft, Hoffnung und Geborgenheit." Ohne die Hilfe der Mitglieder und deren Opferbereitschaft wäre vieles nicht möglich. Sie seien Hoffnungsträger und großer Segen für die Menschen in seinem Heimatland. "Es ist wunderschön, dass es euch gibt".

Pater Julius ist seit zehn Monaten in Deutschland. Er sei der Koordinator für den Verein in Indien. Auch er sagte ein "Dankeschön für alles, was sie für die Menschen in Indien vor Ort leisten". Nachdem der Verein mittlerweile deutschlandweit vertreten ist, standen etliche Ehrungen an. Jedoch war nur Judith Haslauer vor Ort, die für zehn Jahre Treue eine Urkunde entgegennahm.
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