Horst Springer feiert 80. Geburtstag
Vogelfreund fliegt erst spät

Horst Springer lebt für die Vogelwelt und den Schutz der Natur. Viele Freunde gratulierten ihm zum 80. Geburtstag. Bild: dob
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Vohenstrauß
03.05.2016
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Der Grandseigneur und Gründer des Vereins der Vogelfreunde und -schützer, Horst Springer, feierte am Sonntag 80. Geburtstag. Neben dem Jubilar rückte noch ein besonderer Urlaub in den Mittelpunkt.

"Das gibt es doch nicht", war von den vielen Gratulanten, die im Vereinsheim auf dem ehemaligen Taube-Gelände zusammenkamen, immer wieder zu hören. Dass der agile Jubilar leicht noch als 70-Jähriger durchgehen würde, bestätigte auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer, der ihm mit Dekan Alexander Hösl und Pfarrgemeinderätin Kunigunde Hanauer gratulierte.

Erstmals im Flugzeug


Einmal noch wollte Springer mit seinen Freunden, mit denen er vor einigen Jahren einen unvergessenen Teneriffa-Urlaub verbrachte, groß feiern. Damals stieg er den Vereinsmitgliedern zuliebe sogar das erste Mal in ein Flugzeug. Die beste Gelegenheit bot sich nun am runden Geburtstag, und alle Gäste waren seiner Einladung gefolgt.

Auch als Ehrenvorsitzender lehnt sich Springer aber längst nicht zurück, sondern bringt sich mit dem wertvollen Nistkastenbau noch immer aktiv in die Vereinsarbeit ein. Unverzichtbar ist auch sein Rat, den die Jüngeren gerne annehmen.

Wellensittiche gezüchtet


Springer war es auch, der nach den Konkursen der großen Firmen in Vohenstrauß mit schwer vermittelbaren Arbeitskräften Sitzbänke oder Vogelhäuser zimmerte und damit zugleich eine Bereicherung für die Stadt und den Naturschutz bot. Sein Credo: "Menschen, die mit Tieren zu tun haben, sind wunderbare Geschöpfe." Er züchtete 30 Jahre lang Wellensittiche und Kanarien. Vor vier Jahren baute der Verein erstmals bei der Vogelausstellung eine begehbare Freiflugvoliere in der Stadthalle auf, natürlich unter tatkräftiger Regie des Ehrenvorsitzenden.

Am 1. Mai 1936 wurde Springer in Lohbrück im Kreis Breslau geboren. Bis zu seinem neunten Lebensjahr wohnte er in Grebelwitz, Kreis Ohlau, in Schlesien. Im Januar 1945 musste der Bub mit seiner Mutter und zwei Geschwistern aus seiner Heimat flüchten. Nach acht Wochen gelangten sie über die damalige Tschechoslowakei nach Moosbach.

Dort besuchte Springer die Volksschule und begann danach eine Glasschleiferlehre. 1957 heiratete er die gebürtige Vohenstraußerin Pauline Schlicht. Zwei Jahre später begann der Jubilar bei der Bahn und startete noch im selben Jahr eine dreijährige Ausbildung zum Gleisbauer. Er schloss zusätzlich die Ausbildung zum Werkführer an. Die Töchter Claudia und Petra, die in München und Kötzting leben, schenkten den Großeltern vier Enkel. Als Springer 2011 nach 25 Jahren Amtszeit nicht mehr als Vorsitzender des Vereins der Vogelfreunde und -schützer zur Wahl antrat, regelte er vorausschauend seine Nachfolge mit Josef Greber. Sportlich ist Springer voll auf der Höhe, denn es gibt für ihn nichts Schöneres, als auf dem Bildschirm Sportsendungen zu verfolgen. Am liebsten Biathlon im Winter.

Deshalb hat er sich ein eigenes Büro mit einem Fernseher eingerichtet. Denn seine Ehefrau möchte gerne auch mal andere Sendungen sehen, zeigt er lächelnd Verständnis.
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