Infostand des Sozialverbands VdK vor dem Rathaus - Aufzug für das Gebäude soll 2017 kommen
„Vorzeigestadt in Sachen Barrierefreiheit“

Der VdK-Ortsverband kämpft seit Jahren für Barrierefreiheit in der Stadt. Jetzt bekommt das Rathaus den ersehnten Aufzug. VdK-Kreisvorsitzender Josef Rewitzer (rechts) und Ortsverbands-Chef Erich Völkl (Zweiter von links) freuten sich über die Nachricht von Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (links). Bild: dob
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Vohenstrauß
24.06.2016
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Diese Nachricht dürfte Behinderte und fußkranke Senioren freuen: Das Rathaus erhält dank des Kommunalinvestitionsprogramms (KIP) im kommenden Jahr einen Aufzug. Die ersten Planungen dazu sind bereits in die Wege geleitet. Architekt Josef Schönberger aus Tännesberg wird wohl in der nächsten Stadtratssitzungen den Zuschlag erhalten, da er die ersten Berechnungen dafür erarbeitete, stellte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer beim Treffen am VdK-Infostand vor dem Rathaus in Aussicht.

Finger in Wunde gelegt


"In Sachen Barrierefreiheit ist die Stadt mittlerweile Vorzeigestadt", meinte VdK-Vorsitzender Erich Völkl. Vor allem, was diesbezüglich in den vergangenen Jahren alles erreicht und vorangetrieben wurde, auch durch die Initiative des Ortsverbands. Immer wieder hätten die Verantwortlichen die Finger in die Wunde gelegt. Gerade beim denkmalgeschützten Rathaus, das eine Anlaufstelle für alle Bürger sein sollte, fügte Kreisvorsitzender Josef Rewitzer aus Pleystein an. Völkl erinnerte an eine Begehung mit einer Rollstuhlfahrerin vor drei Jahren. Die damaligen Schwachstellen sind mittlerweile alle beseitigt, auch die behindertengerechte Toilette wurde 2014 im Erdgeschoss eingebaut.

2015 Antrag gestellt


Im vergangenen Jahr stellte Völkl im Namen des VdK-Ortsverbands sowie mit Unterstützung der Seniorenbeauftragten Lotte Hofmann und der MS-Kontaktgruppenleiterin Gisela Maier bei der Stadt einen Antrag für den Einbau eines Aufzugs im Rathaus. In der VdK-Jahreshauptversammlung im Frühjahr hatte Wutzlhofer erste vage Ideen preisgegeben. Nachdem die Stadt nun beim KIP für die energetische Sanierung des Rathauses und den Abbau von baulichen Barrieren zum Zug kam, steht der Maßnahme nichts mehr im Weg.

Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 1 123 500 Euro, informierte der Bürgermeister die Infostandbetreuer. Die Stadt kann Fördermittel in Höhe von 1 005 400 Euro erwarten. Regierungspräsident Axel Bartelt hat dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn bereits zugestimmt. Umgesetzt werde die Maßnahme wahrscheinlich im Frühjahr. Zeitgleich muss die Kommune auf eigene Kosten eine Sprinkleranlage in den Treppenaufgang einbauen, da dieser als direkter Anschluss an den Saal als Fluchtweg dienen soll. Behinderte und ältere Menschen könnten spätestens nach dem Umbau problemlos zu Musikveranstaltungen im Rathaussaal oder zu Stadtratssitzungen gelangen, freute sich Völkl.
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