Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises Vohenstrauß
Neue Exponate

Dieses Kreuz stammt aus dem Besitz des gebürtigen Vohenstraußer Pfarrers Alfred Hoch und ist nun im Heimatmuseum zu bewundern.
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Vohenstrauß
25.11.2016
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Dieses Kreuz stammt aus dem Besitz des gebürtigen Vohenstraußer Pfarrers Alfred Hoch und ist nun im Heimatmuseum zu bewundern. Er hat es in den zwischen 1949 und 1951 aus Zeitungspapier, Wasser und Teig kunstvoll angefertigt und liebevoll bemalt. Bild: dob

Der Veröffentlichung des 38. Bands der "Streifzüge" verzögert sich. Dies ist aber nicht die einzige Neuigkeit, die die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Heimatkundlichen Arbeitskreises erfahren.

(dob) Schüler sollten wieder mehr über Heimatgeschichte wissen. Lehrer hätten aber heute kaum mehr Interesse an der Geschichte vor Ort. Denn viele wohnten nicht mehr am Schulstandort und fühlten sich demnach auch nicht mit der hiesigen Historie verbunden. Alfons Raab, Rektor der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule, konnte diese Erfahrung nur bestätigen.

Die Vorsitzenden Heiner Aichinger und Peter Staniczek würden sich jedenfalls mehr Interesse für das ehemalige Ackerbürgerhaus wünschen. Rektor a. D. Karl Senft vermittelt in Kürze dem Heimatmuseum durch den ehemaligen Schulamtsdirektor Engelbert Vollath ein außergewöhnliches Werk. 1955 stellte Schulrat Anton Kurzka seinen Schülern die Aufgabe, ihren Heimatort mit Fotos oder künstlerischen Werken zu dokumentieren. Diese Arbeiten werden nun dem Heimatmuseum zur Verfügung gestellt werden.

Die Zeit reiße mittlerweile gewaltige Lücken in die Reihen der Mitglieder. Nach Hermann Opitz und Hans Kleierl verlor der HAK im Juli Kreisheimatpfleger Peter Bantelmann. Dem ehemaligen Leiter der Sparkasse Opitz habe der HAK die spontane Zusage der finanziellen Unterstützung der "Streifzüge" durch das Geldinstitut zu verdanken. Der Name Bantelmann werde mit der Planung, Einrichtung und Ausstattung des Heimatmuseums für immer verbunden bleiben, sagte Aichinger.

Alte "Streifzüge"


Im abgelaufenen Berichtszeitraum freute sich der Vorsitzende über vier neue Mitglieder. Sehr erfolgreich verlief der Verkauf der noch verfügbaren "Streifzüge" von 1 bis 25 zum Preis von drei Euro. Bis Mitte Januar waren bereits über 100 Exemplare verkauft. Dieses Angebot gilt noch immer. Außerdem sind bereits vergriffene Exemplare der Bände 1 bis 12 aufgetaucht. Diese gibt es ebenfalls im Museum.

Im April überbrachte Wolfgang Raschke aus Bamberg, der von 1945 bis 1957 mit seinen Eltern in Roggenstein beziehungsweise Vohenstrauß wohnte, dem Museum Arbeiten seines Vaters Erich Raschke (geboren am 28. September 1912 in Patschkau/Neisse), die dieser bis zur Wiederanstellung bei der Bundespost angefertigt und verkauft hatte. Bei dieser Gelegenheit erwähnte der Gönner, dass er der Stadtverwaltung die Fahne der ehemaligen Vohenstraußer Pfadfinder überreicht habe, die seine Mutter genäht hatte. Fahne, Wimpel und ein Halstuch sind mittlerweile im Museum.

Durch Elisabeth Illing und Museumswart Josef Karl gelangte ein Kruzifix von Pfarrer Alfred Hoch, der 1912 in Vohenstrauß geboren wurde, und dessen Korpus der Geistliche zwischen 1949 und 1951 aus Zeitungspapier, Wasser und Teig kunstvoll angefertigte und liebevoll bemalte, in den Besitz des Heimatmuseums. Außerdem überließ kürzlich Ulla Ries dem Museum ein Ludwig-Steininger-Gemälde.

Nachdem Schatzmeister Reiner Claußen erkrankt ist, entfiel der Kassenbericht. Wegen der langwierigen Genesung von Claußen verschiebe sich auch die Herausgabe des 38. Bands der "Streifzüge" von November auf Januar, bat Aichinger um Geduld. Mit vereinten Kräften werden die Verantwortlichen das neue Heft bald druckreif fertigstellen. Leider teilen sich den Sonntagsdienst im Museum nur mehr acht Mitglieder des HAK, deswegen wäre es wünschenswert, wenn sich jüngere Generationen einbinden ließen. Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier dankte für die vielen Bemühungen um die Heimatgeschichte. Für junge Leute sei dieses Engagement sehr wertvoll.
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