Jugend-, Tourismus- und Kulturausschuss tagt im kleinen Rathaussaal
Camper statt Volksfest

Vermischtes
Vohenstrauß
23.11.2016
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Viele Zahlen nannten die Verantwortlichen in der Sitzung des Jugend-, Tourismus- und Kulturausschusses. Die meisten waren positiv für die Stadt.

(dob) Nicht viel Neues lässt sich auf dem Tourismussektor in der Pfalzgrafenstadt im Zeitraum von Januar bis September vermelden. Unverändert gibt es in der Großgemeinde 9 Beherbergungsbetriebe mit 230 Betten, stellte Tourismusleiter Rudolf Gruber fest. Die Zahl der Gästeankünfte gab er mit 8360 an, was einen geringfügigen Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (8223) bedeutete.

Ebenso stieg die Zahl der Übernachtungen von 15 006 auf 16 356 mit einem Plus von 11,5 Prozent. Dabei handle es sich jedoch meist um Geschäftstourismus. Die Auslastung 2016 betrug demnach 26,5 Prozent gegenüber 24,3 Prozent 2015. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pendelte sich mittlerweile bei 2 Tagen ein (Vorjahr: 1,8 Tage).

Unverändert gibt es drei klassifizierte Häuser in der Großgemeinde. "Leider ist von den elf katalogisierten Ferienwohnungen wegen Dauervermietung wieder ein Abgang zu verzeichnen", informierte Gruber. Überaus positiv werde der Wohnmobil-Stellplatz bei der Stadthalle von den Nutzern beurteilt. Nachdem es mittlerweile kein Volksfest mehr gibt, denke man über eine "kosmetische Aufhübschung" des Geländes nach, merkte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer an. Sechs Jahre lang habe die Stadt mit den Festwirten versucht, dem Volksfest neuen Schwung zu geben, jedoch ohne Erfolg. Normalerweise beschränke sich die Nutzung der Camper auf einen bis drei Tage, um Kurzziele, meist in Tschechien, anzusteuern.

Sehr gut angenommen werde das Schloss Friedrichsburg. 23 Veranstaltungen, darunter 3 Geburtstagsfeiern, 6 Hochzeiten, 5 Vereinsveranstaltungen, das Schlossfest anlässlich des Bauernmarkts, 3 Ausstellungen, die Dachstuhlübergabe als Dauerleihgabe, die Hochzeitsmesse und am Wochenende "Advent im Schloss" sowie noch 2 geplante betriebliche Weihnachtsfeiern im Dezember. Dazu kommen die Aufführungen des Landestheaters Oberpfalz (LTO).

Für kommendes Jahr sind bereits elf Hochzeiten im Schloss gebucht, die Termine für den Kultursommer sind festgezurrt. Hildegard Kampik-Steininger und Gabriele Senger-Peischl wollen Werke ihrer Väter und Vorfahren zeigen. Weiter kommen viele Konzerte dazu. Die Mieteinnahmen für die Stadt ohne Stromumlage betrugen im vergangenen Jahr 8100 Euro. Ausschlaggebend für dieses Ergebnis sei aber die dreitägige Gartenausstellung im Juli gewesen. Ob es eine Wiederholung dieser Schau gebe, stehe in den Sternen. Bisher habe sich der Veranstalter nicht mehr gemeldet. (Im Blickpunkt)

Friedrichsburg zusätzlich beleben

Vohenstrauß. (dob) Auf einen Höhenflug befinden sich die Serenaden im Generationenpark. "Alle Serenaden waren ausnahmslos bestens besucht", freute sich Tourismusleiter Rudolf Gruber im Jugend-, Tourismus- und Kulturausschuss. Dem 12. Serenadensommer 2017 steht deswegen nichts im Weg. Im kommenden Jahr sollen im Zuge der Bayerisch-Tschechischen Landesausstellung Kaiser Karl IV. die "Meilensteine der Zeit" weitergeführt werden, die auf tschechischer Seite bereits aufgestellt wurden. Die Steine sollen mit einem für die Gemeinde bedeutenden Motiv aus der Geschichte entworfen und gestaltet werden.

Nach dem Erfolg der Tourismusgemeinschaft "Naturparkland" bei der Freizeitmesse in Nürnberg werde auch 2017 wieder teilgenommen. Außerdem war die Gemeinschaft bei der Zweirad- und Autoschau "Rund ums Rad" in Roth vertreten. Dabei handelte es sich um die größte Automobil- und Zweiradschau mit den Schwerpunkten Auto, Motorrad, Camping und Freizeit. Die Teilnahme im Rahmen der Metropolregion Nürnberg sei kostenlos gewesen.

Martha Bauer regte an, eine Zeitreise ins Rokoko zu machen, ähnlich wie dies heuer im Schloss Burgtreswitz veranstaltet wurde, um das Friedrichsburgareal zusätzlich zu beleben. Außerdem wünschte sich das Gremium eine Neuauflage eines Bild-Kalenders, wie dies Verwaltungsleiter Alfons Sier mit Hilfe der Bevölkerung zum Stadtjubiläum vor vier Jahren "100 Jahre Wiedererhebung zur Stadt" zuwege gebracht hatte. Mit Frauen-Power wollen sich die Stadträtinnen Gabriele Eichl, Dorit Schmid, Martha Bauer und Anna Wutzlhofer um diese Angelegenheit kümmern und eventuell dazu einen Fotowettbewerb organisieren.
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