Katholischer Frauenbund wehrt sich vehement gegen die geplante Bargeldabschaffung
Unterschriftenlisten liegen in den Kirchen auf

Dekan Alexander Hösl (links) und die Bezirksvorsitzende des Katholischen Frauenbunds, Martha Bauer (sitzend, rechts), kämpfen mit Mitstreitern aus der Seelsorgeeinheit Vohenstrauß und Böhmischbruck für den Erhalt von Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel. Zum Auftakt einer Unterschriftenaktion trugen sie sich gleich ein. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
24.09.2016
63
0

"Unser Bargeld muss bleiben", fordern diözesanweit Mitglieder des Katholischen Frauenbunds. Bezirksvorsitzende Martha Bauer startet mit einigen Vertreterinnen und Dekan Alexander Hösl eine Unterschriftenaktion für den Erhalt von Münzen und Scheinen.

"Es gehört zum Schutz des Selbstbestimmungsrechts der Bürger, wie sie zahlen oder sparen wollen", versicherte Bauer. Außerdem fordern die Unterzeichner den Schutz sensibler Bankdaten.

Die aktuelle Diskussion über die Beschränkung von Bargeldgeschäften und die Abschaffung von kleinen Münzen und Scheinen mit einem hohen Nominalwert beflügelte die Debatte um das mögliche Ende des Bargelds.

In einigen EU-Ländern sind bereits weitgehende Maßnahmen dazu eingeleitet. Für einen sehr großen Teil der Bevölkerung hätte eine solche Maßnahme jedoch gravierende Folgen für die Freiheits- und Eigentumsrechte, sind sich die Unterstützer einig.

Selbst das Bezahlen der Semmel auf dem Weg zur Arbeit beim Bäcker oder des Feierabendbiers hinterlassen per Kreditkarte, Smartphone oder Online-Banking-Spuren.

"Die Privatsphäre des Verbrauchers wäre definitiv abgeschafft", begründet Bauer das Bestreben ihrer Vereinigung. Alle Frauenbund-Gruppen aus dem Dekanat unterstützen die Aktion, die noch bis Sonntag, 30. Oktober, läuft. Die Unterschriftenlisten liegen in der Seelsorgeeinheit Vohenstrauß und Böhmischbruck in allen Kirchen und im katholischen Pfarrbüro auf. Sie werden an die bayerische Staatsregierung übergeben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.