Kein Eiserner Schutzmann
Vohenstraußer Polizeiinspektion will Rund-um-die-Uhr-Dienst aufrechterhalten

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Vohenstrauß
09.04.2016
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(dob/ms) Die Polizeiinspektion Vohenstrauß wird weiter auch nachts für die Bürger da sein. Dies versicherte der Inspektionschef, Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent, in der Jahreshauptversammlung des Vereins "Bürger und Polizei - Partner für Sicherheit" in Tännesberg. Nachdem sich die Beamten der Dienststelle im Interesse der Bevölkerung einmütig gegen den den Eisernen Schutzmann - eine Art Notrufsäule - ausgesprochen haben, akzeptiere das Polizeipräsidium Oberpfalz diese Entscheidung. Damit würden die Bürger nachts nicht vor verschlossenen Türen stehen.

Polizeipräsident Gerold Mahlmeister habe ihm versprochen, dass die Zahl von 25 Beamten, davon 19 im Schichtdienst, nicht unterschritten werde. "Natürlich sind wir auf Kante genäht", räumte Zehent ein. Wichtig seien die Zuteilungen in den nächsten zwei Jahren. Trotzdem will der PI-Leiter mit seinen Kollegen alles versuchen, den Rund-um-die-Uhr-Dienst aufrecht zu erhalten.

Der Vohenstraußer Bürgermeister Andreas Wutzlhofer kritisierte Minister Joachim Herrmanns Sicherheitsbilanz. Die Wahrheit sei, dass der Personalrückgang keine Kontrollen vor Ort mehr zulasse und deshalb folgerichtig auch weniger Aufgriffe dokumentiert würden. So werde ein falsches Sicherheitsgefühl suggeriert. "Da muss man die Kirche schon im Dorf lassen." Mit keinem Wort erwähne das Ministerium die immensen Überstunden, die die Polizisten vor sich herschöben.
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