Kirchenpatrozinium: Johannes der Täufer als Vorbild
Finger in Wunde legen

Ein langer Zug formierte sich vom Gemeindehaus aus zur Simultankirche, deren Patrozinium die Altenstädter am Donnerstag feierten. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
25.06.2016
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Altenstadt. Der Fingerzeig zur Empore des vierjährigen Johannes Gruber in der zweiten Bankreihe der Simultankirche war für Dekan Alexander Hösl am Vorabend zum Patroziniumsfest des heiligen Johannes des Täufers bezeichnend für die Bibelfigur. Denn diese ist stets mit einem zeigenden Finger dargestellt. Klänge der Trachtenkapelle Müllner aus Waldthurn leiteten die Vereinsvertreter und Bannerträger vom Gemeindehaus über die Weidener Straße zum Gotteshaus.

"Johannes bringt Menschen in Bewegung und damit auf dem Weg", sagte Dekan Hösl in der Predigt. Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer und Gemeindereferentin Christine Hecht hatten sich als Lektoren bei den Lesungen eingebracht.

Das politische und wirtschaftliche Streben in unseren Tagen ziele doch nur darauf, das Maximale aus der Gesellschaft und der ganzen Welt mit Ressourcen herauszuholen. "Was wir unseren Jugendlichen hinterlassen, interessiert meist nicht. Selbst bei der Umweltzerstörung. Dass wir unseren eigenen Ast absägen, juckt nicht viele", kritisierte der Geistliche.

Politiker gefordert


Bei Papst Franziskus fielen Lebenseinstellung, Verkündigung und Lebensstil untrennbar zusammen. So ein Mensch dürfe in der Gesellschaft immer wieder unbequem sein. Genau da sei man auch bei Johannes dem Täufer an der richtigen Adresse. "Er war ein sehr unbequemer Zeitgenosse, der die Finger in die offenen Wunden der Gesellschaft legte und dafür mit seinem Leben bezahlte." Wie Johannes sollten auch die Politiker Akzente setzen. Am Ende nutzte der Geistliche die Gunst der Stunde, um dem Mesner-Team der Simultankirche zu danken. An Isolde Braun, Helga Henschke, Klara Silbermann und Antonia Voit überreichte er Blumen.
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