Kössinger Gläubige feiern Patrozinium Petrus und Paulus vorgezogen
Dekan Alexander Hösl rüttelt Gläubige mit grundlegenden Sachverhalten zum christlichen Glauben auf

Ein paar Tage früher als sonst üblich begingen die Gläubigen heuer ihr Kirchenpatrozinium Petrus und Paulus. Dekan Alexander Hösl appellierte an die Besucher sich wieder leidenschaftlicher für den Glauben zu bekennen.
Vermischtes
Vohenstrauß
29.06.2016
30
0

Kößing. (dob) Die beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus legten heuer eine bemerkenswerte Schnelligkeit vor, denn eigentlich werden die beiden Kirchenpatrone der Dorfkirche erst am 29. Juni gefeiert. Die Dorfbewohner zogen das Fest aber vor und gedachten bereits am Samstag der zwei unterschiedlichen Männer.

Dekan Alexander Hösl war zur Patroziniumsfeier ins Gotteshaus gekommen, um an den "handfesten Fischer Petrus und den leidenschaftlichen Intellektuellen Paulus" zu erinnern. Obwohl sie häufig in den Kirchen Seite an Seite dargestellt werden, seien die beiden bestimmt keine Freunde gewesen, berichtete er. Auf dem Apostelkonzil gerieten sie aneinander, als es um die Frage der Mission ging, um Gesetze für neue Christen und die Tischgemeinschaft. Beide standen jedoch für fairen Streit, offenen Dialog, Konflikt und Harmonie, Tradition und Innovation.

Durch das Flüchtlingsdrama sei derzeit der Islam in aller Munde, und die Diskussion darüber spalte ganze Gesellschaften. Ob der Islam zu Deutschland gehöre, bräuchten nicht die Christen zu beantworten. Dies werde auf einer anderen Ebene der gewählten Volksvertreter entschieden. Allerdings frage der Geistliche sich schon, ob diese in Berlin noch "unser Volk vertreten". Die Frage des Islam sei in Deutschland entschieden, denn er sei schon lange durch die vielen Muslime in unserem Land eingezogen. Viele Bürger sorgten sich aber um die christlich-abendländische Identität.

Lisa Steger übernahm die Lektorendienste bei der Messe, die die neuen Böhmischbrucker Schola unter Leitung von Daniela Bock begleitete. Nachdem der Geistliche in den Dorfschuppen zur weltlichen Feier eingeladen hatte, dankte er dem Mesner-Ehepaar Franz und Marianne Winklmann, die das Gotteshaus sauber halten, mit Blumen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.