Konvent der Marianischen Männercongregation
Gegen den Zeitgeist

MMC-Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid aus Regensburg
Vermischtes
Vohenstrauß
15.06.2016
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Der Vohenstraußer Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hat vor ungefähr 40 Jahren erstmals die Abkürzung MMC gehört und dachte dabei an einen Motorsportclub oder ähnliches. Erst später habe er die Organisation, die dahintersteckt, kennengelernt.

Damit sorgte er beim Konvent der Marianischen Männercongregation (MMC) im Gasthaus "Drei Lilien" für gehöriges Schmunzeln unter den knapp 130 Gästen. Die MMC sei stark in der Region vertreten. Nachdem sie bereits seit 1936 in Vohenstrauß existiere, sei dies umso bemerkenswerter, da zu dieser Zeit die Nationalsozialisten an der Macht waren. Dass es diese Männergemeinschaft bis heute gebe, sei unter anderem der Geschlossenheit sowie dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Familien zu verdanken. Er wünschte, dass die MMC weiterhin so gefestigt und im Glauben so fest verwurzelt in die Zukunft schreite.

Stolz blickte Ortsobmann Konrad Uschold auf die Geschichte der MMC zurück. Am Allerheiligentag 1936 ließen sich 142 katholische Männer aufnehmen. Gegen den damaligen Zeitgeist und in Vorahnung auf die kommende Katastrophe, hob Uschold heraus. "Sie wussten mit Sicherheit, dass dieser Schritt Nachteile für sie und ihre Familien bringen kann. Unser Herrgott möge ihnen diesen Schritt vergelten."

Uschold dankte auch den Frauenbünden aus Vohenstrauß und Altenstadt sowie dem katholischen Männerverein Waldau, die sich am Gottesdienst beteiligt hatten, obwohl sie gar nicht zur MMC gehörten. Bezirksobmann Max Pravida aus Pressath ging auf die vorbereitenden Triduums-Gottesdienste in Waidhaus, Oberlind und Roggenstein ein.

Wachsam sein


Zentralpräses Thomas Schmid würdigte die Männer, die den Mut hatten, in einer äußerst schweren Zeit die MMC zu gründen. Im Hinblick auf gewisse Zeitströmungen von heute ermahnte Schmid die Teilnehmer, wachsam zu sein wie die mutigen Männer der Gründerzeit.

Die MMC sei ein wichtiger Pfeiler, um sich im Alltag auszurichten und sich der Barmherzigkeit wieder bewusst zu werden. Deshalb gab er den Konvent-Teilnehmern die sieben Werke der Barmherzigkeit mit auf den Weg. Mit einer Dankandacht und der Aussetzung des Allerheiligsten in der Stadtpfarrkirche endete der Tag.
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