Kreisfischereiverein Vohenstrauß spricht prekäre Situation an
Fischotter heimlicher Dauergast

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Vohenstrauß
16.02.2016
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Altenstadt. Der Kreisfischereiverein Vohenstrauß 1881 gehört mit seinen nunmehr 135 Jahren zu einen der ältesten Fischereivereine Deutschlands. Jetzt hat die Gemeinschaft mit einem "größeren Unheil neuer einheimischer, niedlicher Tiere", wie sich der Bund Naturschutz ausdrückt, zu kämpfen: dem Fischotter.

Während der Kormoran nicht permanent an den Gewässern ist und die Fischer den Fischfresser sehen, sei dies beim Fischotter ganz anders, ärgerte sich Vorsitzender Johann Dittmann in der Jahreshauptversammlung. "Der Otter ist an unseren Gewässern, der Pfreimd und an den Weihern ein heimlicher Dauergast." Nur seine Hinterlassenschaften lassen auf sein Dasein schließen. "Wenn der Otter weiter so überhandnimmt und nichts passiert, werden in absehbarer Zeit unsere Gewässer eine fischleere Zone", prognostizierte Dittmann. Kein Besatz und kein Artenschutzprogramm könnten daran etwas ändern.

Verständnis für Teichbesitzer


Wenn er seine Befürchtungen an den Verband richte, heiße es nur: "Es ist Ministersache, da kommt schon was." Es komme aber rein gar nichts. "Nur heiße Luft und keine klare Aussage", wetterte der Vorsitzende. Werde man selbst aktiv, werde groß in der Presse darüber berichtet, wenn ein Hund in die Falle stolpere. Sicher sei es nicht erlaubt, Fallen aufzustellen, aber verstehen könne er die Teichbesitzer allemal.

Keiner von den Anglern wolle die Ausrottung der genannten Tiere, aber wo kein natürlicher Feind da sei und sich die Tiere ungebremst vermehrten, müsse der Mensch behutsam eingreifen, forderte Dittmann. Ironisch meinte er: "Sollten irgendwo Wölfe, Bären oder Luchse zu kaufen sein, bitte melden, denn ich habe Interesse." Es könne ja nicht's passieren, denn werde ein Kalb oder Lamm gerissen, gebe es Geld von der staatlichen Kasse. Sicher werden dann auch ein paar Rehe fehlen, aber laut Bayerischem Forst sei der Bestand eh zu hoch.

Wenn der Otter weiter so überhandnimmt und nichts passiert, werden in absehbarer Zeit unsere Gewässer eine fischleere Zone.Vorsitzender Johann Dittmann

"Warum müssen wir Fischer diese Viecher durchfüttern und das umsonst? Es sind ja nicht nur unsere Fische, sondern auch die Arbeit über das gesamte Jahr, die umsonst war. Jeder Teichbesitzer verliert irgendwann die Lust, für nichts und wieder nichts Zeit und Geld zu investieren. Dann bleibt halt der Weiher liegen", machte Dittmann die prekäre Situation klar.
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