Laura Kindl absolviert Freiwilliges Soziales Jahr
Costa Rica fest im Blick

Laura Kindl. Bild: rti
Vermischtes
Vohenstrauß
25.04.2016
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Momentan ist die Vohenstraußerin Laura Kindl im Abiturstress. Aber die 18-Jährige weiß schon ganz genau, was sie danach macht.

Sie wird in Costa Rica ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren und 13 Monate die christliche Organisation "Educacion Plus" in der Hauptstadt San José unterstützen. Diese setzt sich für Kinder und Jugendliche aus drei Armenvierteln ein.

Für die Mädchen und Buben gibt es unter anderem eine Hausaufgabenbetreuung, Zeltlager und eine Fußballschule. Zudem ermöglicht die Organisation Kindern durch finanzielle Unterstützung den Schulbesuch. Und ihnen wird später auch geholfen, eine Ausbildung zu finden.

Wie ist die Idee für das FSJ in Costa Rica entstanden?

Laura Kindl: Ich wollte schon in der 10. Klasse an einem Schüleraustausch teilnehmen. Leider hat das nicht geklappt. Daher habe ich mich entschieden, nach dem Abitur für ein Jahr nach Mittel- oder Südamerika zu gehen.

Was hat den Ausschlag für diese Länder gegeben?

Ein Freund von mir war für ein halbes Jahr in Chile. Seine Erfahrungsberichte haben mich fasziniert. Zudem haben meine Eltern schon einmal ihren Urlaub in Costa Rica verbracht. Die Bilder von dort haben mich beeindruckt.

Und Spanisch stellt keine Hürde für Sie dar?

Ich lerne die Sprache seit der 10. Klasse. Ich kann sie zwar noch nicht fließend, aber da habe ich keine Bedenken. Die ersten vier Wochen in Costa Rica bekomme ich noch einen Sprachkurs. Zudem stehen dort Kochen und Tanzen auf dem Stundenplan.

Tanzen?

Ja. Man soll so die Kultur besser verstehen. Zudem machen wir auch Ausflüge, um gleich ein Gefühl für das Land zu bekommen. Und vielleicht lerne ich in der Fußballschule ja sogar ein wenig kicken.

Wie haben Sie sich für das FSJ beworben?

Ich hatte mich über Internetseiten über verschiedene Programme informiert und mich bei mehreren beworben. Im vergangenen Sommer habe ich dann zwei Vorstellungsgespräche gehabt. Schließlich bekam ich im Oktober die Zusage von der Entsenderorganisation "Eirene". Dass ich die Stelle in Costa Rica bekomme, erfuhr ich im Dezember.

Was sind Ihre Erwartungen?

Ich bin vor allem auf den Lebensstil gespannt und freue mich, neue Freunde und eine andere Kultur kennenzulernen. Ich mache schon seit einiger Zeit Jugendarbeit bei den Ministranten in Vohenstrauß, daher freue ich mich riesig auf meine Aufgabe.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit danach?

Momentan peile ich ein Medizinstudium an. Aber ich habe jetzt ja noch über ein Jahr Zeit zu überlegen. Mir würde auch ein Beruf gefallen, bei dem ich viel in der Welt herumkomme.

Aufbau eines UnterstützerkreisesLaura Kindl wird von der Entsenderorganisation "Eirene" betreut. "Bei einem FSJ im Ausland wird ein großer Teil der Kosten für Flug, Verpflegung und Unterkunft der Freiwilligen vom deutschen Staat bezahlt. Trotzdem muss 'Eirene' noch für etwa 2000 bis 3000 Euro aufkommen. Deshalb ist es Aufgabe der Freiwilligen, diesen Betrag durch verschiedene Aktionen zu finanzieren", erklärt die 18-Jährige.

Es solle ein sogenannter Unterstützerkreis aufgebaut werden, damit auch Jugendliche mit wenig Geld ein FSJ machen können. Das gesammelte Geld, zu dem jeder Freiwillige einen Teil betragen soll, soll den über 80 Freiwilligen von "Eirene" ermöglichen, in Projekten in verschiedenen Ländern zu arbeiten.

Daher hat sich die Schülerin des Augustinus Gymnasiums überlegt, mit zwei Veranstaltungen Spenden einzusammeln. "Es geht aber nicht nur um Geld. Ich will auch möglichst viele Leute über das Freiwillige Soziale Jahr informieren."

Der erste Termin ist ein Jugendgottesdienst am Samstag, 30. April, um 19 Uhr in der Katholischen Stadtkirche in Vohenstrauß mit dem Chor "Fidelis".

Zudem organisiert Kindl am Samstag, 18. Juni, um 16 Uhr einen Spendenlauf . Start und Ziel sind im Sportzentrum. Dort könnten beispielsweise Firmen pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag zahlen. Informationen erteilt die 18-Jährige über E-Mail laura.kindl@web.de. (rti)
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