Lebkuchen-Aktion der Hundeschule Immenreuth bringt 3100 Euro
Herrenlosen Hunden Elend ersparen

Der private Tierheimbesitzer Romulus Sale freut sich über die Hilfe aus Deutschland. Daumen hoch für Fahrlehrer Bernhard Balk, der mehrmals im Jahr Hilfstransporte nach Rumänien in die Stadt Timisoara bringt, damit es den vielen misshandelten und kranken Hunden dort besser geht. Bild: dob
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Vohenstrauß
21.12.2015
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Der Straßenhund kam gesund zur Welt, aber erlitt durch einen Autounfall ein schier unbeschreibliches Schicksal - wäre ihm da nicht ein starker Mann mit tierfreundlichem Herzen aus Vohenstrauß begegnet. Jetzt gehört der rumänische Mischling wahrscheinlich zu den glücklichsten Vierbeinern der Welt.

"Ein lieber Kerl"


Bernhard Balk wusste genau: wenn er diesmal über den Nikolaustag mit seinem Hilfstransport in das Tierheim "Casa Cainelui" nach Rumänien fährt, sitzt mit Sicherheit bei der Rückfahrt "Dudley" auf einer weichen Decke im Transporter. "Dudley" humpelt seit einem Autounfall mit drei Beinen durchs Leben. Ohne die Hilfe des Oberpfälzers, der sich auf großartige Unterstützung aus der Region verlassen kann, wäre das etwa acht Jahre alte Hundeleben wohl schon vorbei. "Keiner wollte ihn haben, obwohl das so ein lieber Kerl ist", schwärmt der Fahrlehrer. Der Tierfreund ist sich sicher: ",Dudley' hätte den Winter nicht überlebt."

Mit Futter, Leinen, Hundemäntel und vielen anderen Hilfsgütern machte sich Balk noch einmal vor dem Weihnachtsfest auf nach Rumänien zu seinem Freund Romulus Sale, der mit der riesigen finanziellen Hilfe aus Deutschland ein großes Tierheim errichtete (wir berichteten). Die Hundeschule Immenreuth wurde auf die Hilfsaktion des Fahrlehrers aufmerksam und organisierte zu Beginn der Adventszeit in Weiden und Vohenstrauß Lebkuchen-Verkaufsstellen. Für den Erlös in Höhe von 3100 Euro kauften die Verantwortlichen in enger Abstimmung mit Balk viele Hundeartikel und vor allem Futter. Außerdem überreichten Tierärzte Medizin und Verbandsmaterial im Wert von 6000 Euro an den Vohenstraußer Fahrlehrer, das er nach Timisoara zur weiteren Ausstattung in die Tierklinik transportierte. Zudem bekam Tierheimchef Sale knapp 1100 Euro, das er in den Tierschutz investieren kann. "Jeder Cent wird für die Hunde verwendet", versichert Balk.

In enger Verbindung steht er mit Dr. Brigitte Schramm, die den Münchner Verein "Tierschutzbrücke" leitet. Die Ärztin hat es sich zu ihrer Lebensaufgabe gemacht, das Elend der Hunde in der Stadt Timisoara, im Westen Rumäniens unweit der ungarischen Grenze, zu lindern. "An jeder Ecke sieht man herrenlose Hunde. Sie werden gnadenlos von der staatlichen Organisation, meist auf brutalste Weise mit Stangen oder Netzen, gefangen und in Tötungsstationen gebracht. Dort sterben sie grausam oder verenden einfach, weil sie weder zu Fressen noch zu Trinken bekommen."

Geschenk für die Mutter


Dieses Elend wollte Balk seinem "Dudley" ersparen. Ein Wunder, dass er überhaupt noch lebt und dass Balk auf das Tier aufmerksam wurde. Als weihnachtliches Geschenk für seine Mutter Berta brachte er den verletzten Hund mit nach Letzau.
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