Leserbrief
Zeichen der Zeit endlich erkennen

Vermischtes
Vohenstrauß
06.05.2016
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Zeichen der Zeit endlich erkennen

"Die europäischen Autobauer humpeln der Zukunft hinterher":

Ganz klar ist die Anschaffung eines Elektroautos noch sehr hoch, die Kosten für Batterien befinden sich aber in einem stetigen Abwärtstrend, die Leistung und Haltbarkeit (Ladezyklen) steigen dagegen kontinuierlich an. Aber selbst jetzt schon rechnet sich ein E-Auto, es kommt auf die Kilometerleistung an. Ich behaupte, jeder, der rechnen kann, fährt ab einer gewissen Fahrtstrecke ein Elektroauto. Steuerbefreiung, deutlich geringere Wartungskosten, möglicherweise billige Lade-Möglichkeiten (eigener Solarstrom etwa), jetzt noch die Kaufprämie reduzieren die Kosten. Die ökologischen Vorteile sind hier gar nicht eingepreist. Die deutsche Autoindustrie sollte endlich aufwachen und die Zeichen der Zeit erkennen: Vor allem junge Leute legen keinen Wert mehr auf PS-starke Verbrennungsmotoren, sondern auf eine nachhaltige Lebensweise. Das Model 3 von Tesla wurde über 400 000 mal reserviert, das zeigt doch, dass die Nachfrage vorhanden ist. Es müssen endlich Visionäre in verantwortliche Positionen, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft.

Albert Kindl, 92648 Vohenstrauß

Kein Zeitverlust mit dem E-Auto

Es ist richtig, dass es vor vier Jahren schon einer hohen idealistischen Gesinnung in Kombination mit üppiger Liquidität benötigte, als ich meinen C-Zero erwarb. Damals gab es für die noch neue Technologie eben keinen funktionierenden Gebrauchtwagenmarkt. Ich lebe in Sulzbach-Rosenberg und fahre regelmäßig nach Nürnberg oder Regensburg. Einen Verbrenner parke ich in der Großstadt in der Regel auch nicht direkt vor dem angestrebten Ziel. Damit habe ich hier keinen Unterschied, wenn ich meinen C-Zero im Parkhaus an die Steckdose hänge. Ich erlebe damit keinen Zeitverlust, wenn ich zurück beim Auto dieses wieder vollgeladen für die Rückfahrt auffinde.

Es ist sicher richtig, dass man es schafft, die Batterie mit entsprechender Fahrweise schnell zu leeren. Wenn man jedoch lernt, rechtzeitig vor der Kreuzung oder Ampel den Fuß vom Pedal zu nehmen und mit der Bremsenergie des ausrollenden Wagens die Batterie wieder zu laden, ist das nicht so dramatisch. Dass es noch Lücken bei Schnellade-Möglichkeiten gerade in unserer Region gibt, ist sicher richtig. Allerdings werden diese Lücken aktuell schon immer geringer. Mir ist es in vier Jahren noch kein einziges Mal passiert, dass ich an einer nicht funktionierenden Stromtankstelle gestanden wäre.

Johannes Büttner, 92237 Sulzbach-Rosenberg
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