Marianische Männerkongregation
80 Jahre in tiefem Glauben

Konrad Uschold bleibt Ortsobmann der Marianischen Männercongregation, Georg Rupprecht Stellvertreter und Dr. Gunther Ferazin Kassier (vorne, von rechts). Präses ist wieder Kaplan Sebastian Scherr (hinten, Mitte). Neu in der Führungsriege ist Albert Kulzer (hinten, links), der mit Hans Wittmann (hinten, rechts) die Kasse prüft. Bilder: dob (2)
Vermischtes
Vohenstrauß
04.03.2016
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Bezirksobmann Max Pravida (rechts) hatte Gerhard Kreuzer eine besondere Auszeichnung aus Regensburg mitgebracht. Für 25 Treue zur MMC erhielt der Vohenstraußer Ehrennadel und Urkunde

In einer schweren politischen Zeit gründeten 1936 in Vohenstrauß 136 Personen in tiefem Glauben und großer Hoffnung die Marianische Männercongregation. Das Jubiläum stand neben Neuwahlen im Mittelpunkt der Hauptversammlung.

Altenstadt. Der Gebetsgemeinschaft gehören heute noch 34 Sodalen an. Max Pravida aus Pressath, Mitglied des Marianischen Rats, zuständiger Bezirksobmann und Consultor, leitete die Abstimmung im Gasthof "Grüner Baum". Mit Kaplan Sebastian Scherr feierten die Mitglieder am Dienstagabend zuvor in der Simultankirche eine Marienmesse.

Ergebnis der Neuwahlen


Pravida hob die sehr gute Zusammenarbeit mit Ortsobmann Konrad Uschold hervor, der Tag und Nacht erreichbar sei. "Auf ihn ist einfach Verlass", lobte der Pressather. Die Vohenstraußer MMC sei außerdem ein fester Stützpunkt im Bezirk Nord. Deswegen brachte auch die Neuwahl keine Überraschungen. Ortsobmann bleibt Konrad Uschold. Stellvertreter ist weiter Georg Rupprecht, der sich zugleich als Fahnenträger engagiert. Kassier ist wieder Dr. Gunther Ferazin. Als Kassenprüfer wurden Hans Wittmann und neu Albert Kulzer gewählt, da Richard Bäumler als Botenträger der MMC schon viele Aufgaben inne hat. Als Präses wünschten sich die Sodalen wieder Kaplan Scherr. Die Verantwortlichen begrüßten auch Franz Seidl, Vorsitzender des Katholischen Männervereins, als Neuzugang. Uschold berichtete von verschiedenen tiefen Glaubenserlebnissen, die die Mitglieder bei der Jahreswallfahrt nach Polen und zum Gnadenbild der "Schwarzen Madonna" in Tschenstochau erlebt hatten. Vor allem die Messe mit Kardinal Stanislaus Dziwisz, ehemaliger Privatsekretär von Papst Johannes Paul II., der dem Pontifex bis zu dessen Tod diente, sei unvergessen, gestand der Oberlinder gerührt.

Nicht weniger erhebend sei das Treffen mit dem Münchner Kardinal Reinhard Marx bei der Wallfahrt der Bayerischen Bistümer nach Augsburg zum Gnadenbild "Maria Knotenlöserin" gewesen. Dazwischen waren die Männer auch bei regionalen religiösen Festen präsent.

Dr. Ferazin gewährte einen detaillierten Einblick in die Finanzen. 90 Prozent der Jahresopfer werden an die diözesane MMC in Regensburg weitergeleitet, informierte er. Wittmann und Richard Bäumler bestätigten ordentlich geführte Bücher. "Es gibt keinen besseren Kassier", schenkten sie ihm schon Vorschusslorbeeren für die Wiederwahl.

Heuer steht die 80-Jahr-Feier in Vohenstrauß an. Aus diesem Grund ist am Sonntag, 12. Juni, das Hauptfest Nord in der katholischen Stadtpfarrkirche. Von 9. bis 11. Juni sind in Waidhaus, Oberlind und Roggenstein die Triduums-Messen zur Vorbereitung. Der Festgottesdienst beginnt am Sonntag, 12. Juni, um 10 Uhr, anschließend folgen Festkonvent im Pfarrheim und eucharistische Andacht mit Lebensweihe in der Stadtpfarrkirche. Bei der Männerwallfahrt auf den Fahrenberg am Sonntag, 11. September, kommt Bischof Dr. Rudolf Voderholzer zur Kirchenweihe.

Uschold blickte auf das Gründungsjahr 1936 zurück. Der Obmann beobachte heute ähnlich schlimme politische Parallelen. "Damals brannten die Synagogen und heute brennen Flüchtlingsheime." Außerdem stellte er klar, dass die MMC bestimmt "kein Verein für irgendwelche Arbeiten sondern allein für das Gebet zuständig" sei. Männer sollten sich deshalb nicht scheuen, Neumitglieder zu werden. Sie würden bei der Lebensweihe unter den besonderen Schutz der Kirche und Mariens gestellt.

Besondere Auszeichnung


Zur besonderen Überraschung von Gerhard Kreuzer aus Vohenstrauß hatte Pravida eine Auszeichnung für 25 Treue zu den Sodalen mitgebracht und überreichte neben einer Urkunde auch eine Ehrennadel. Kreuzer legte vor 25 Jahren bei einem Hauptfest auf dem Fahrenberg in der Wallfahrtskirche ein deutliches Glaubenszeugnis ab. Im Anschluss stand ein Referat von Präses Scherr auf dem Programm, bevor Uschold den Männern das Jahresprogramm vorstellte.
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