Neue Führungsriege sorgt bei Feuerwehr Roggenstein für ungeahnten Elan
Anton Maier neuer Ehrenvorsitzender

Wer 60 Jahre treu zur Feuerwehr hält wie Karl Axmann (Zweiter von links), hat eine Auszeichnung verdient. Der ehemalige Vorsitzende Anton Maier (Dritter von rechts) wurde von Wolfgang Kiesbauer (Dritter von links) und Bernhard Schnupfhagn (Zweiter von rechts) zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Pfarrer Gerhard Schmidt (links) lobte die Zusammenarbeit mit der Wehr.
Vermischtes
Vohenstrauß
23.02.2016
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Mit Clara und Ina Hutzler (vorne), Catrin Schnupfhagn und Jonas Gösl (hinten) bekommen die Aktiven der Roggensteiner Feuerwehr Unterstützung. Kreisbrandrat Martin Weig (links) und die Kommandanten Stefan Urbaneck (rechts) sowie Stellvertreter Michael Gösl nahmen die Neuen per Handschlag auf. Bilder: dob (2)

"Die Feuerwehr Roggenstein hat nach der schweren Zeit vor einem Jahr eine ungeahnt positive Entwicklung genommen", resümierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Nachdem der Verein sogar vor einer möglichen Auflösung gestanden hatte, sorgte die neue Führungsriege für ungeahnten Elan.

Roggenstein. "Man merkt nach den Berichten, ihr seid mit Herzblut dabei", lobte der Rathauschef bei der Jahreshauptversammlung am Samstagabend im Feuerwehrhaus. 31 aktive Mitglieder und 11 Jugendliche in Ausbildung, bilden das Rückgrat und Fundament der Ortsteilfeuerwehr.

Drei Brandeinsätze


Kommandant Stefan Urbaneck listete in seinem Bericht zwölf Einsätze im abgelaufenen Jahr auf. Dabei rückte die Wehr zu Bränden in Kaimling, Lennesrieth und Roggenstein aus. Weiter meisterten die Einsatzkräfte vier technische Hilfeleistungen, die sich in zwei Ölspuren, eine Fahrbahnreinigung nach Unwetter und eine Verkehrslenkung beim Festzug der Feuerwehrkameraden in Vohenstrauß aufgliedern.

Lob zollte der Kommandant seinen Kameraden ebenso bei der Atemschutzübung in Neustadt, an der sich alle zwölf Atemschutzträger beteiligten. Weitere zwei Atemschutzübungen absolvierten sie bei der Feuerwehr in Vohenstrauß. Im August standen turnusgemäß alle Löschbehälter, Überflur- und Unterflurhydranten zur Prüfung an. Dabei wurden insbesondere bei den Unterflurhydranten zahlreiche Mängel festgestellt, die an Außendienstleiter Karl Frey gemeldet wurden. Bisher seien diese Mängel aber noch immer nicht beseitigt, mahnte Urbaneck an.

Großen Einsatz zeigten die Mitglieder zudem bei den verschiedensten Arbeitsdiensten. So erweiterten sie die Garderobenplätze, zimmerten ein Schlauchregal und führten Reparaturen am Feuerwehrauto durch. Ergänzt wurden Schutzanzüge, Stiefel, Helme, Helmlampen für Atemschutzträger, vier Funkwecker und die komplette Ausstattung mit Digitalfunkgeräten, die die Stadt zahlte.

Abschließend bedankte sich Urbaneck für die aktive Unterstützung und das Engagement der Jugendlichen. Mit Clara und Ina Hutzler, Catrin Schnupfhagn und Jonas Gösl verpflichtete der Kommandant zusammen mit dem Bürgermeister vier Nachwuchskräfte für den aktiven Dienst. Jugendwart Matthias Reil gab einen detaillierten Überblick über den Ausbildungsstand der Nachwuchskräfte.

Vorsitzender Wolfgang Kiesbauer zeigte die vielen gesellschaftlichen Veranstaltungen und Beteiligungen an Vereinsfesten benachbarter Feuerwehren auf. Er dankte Pfarrer Gerhard Schmidt für die Spende. Nach wie vor sei man auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Vereinswirt Manfred Kraus. Ewald Kreuzer legte einen zufriedenstellenden Kassenbericht vor. Maximilian Lang erklärte sich bereit, zukünftig als stellvertretender Kassier in Verantwortung zu treten.

Aufgaben übernehmen


"Kirche und Feuerwehr müssen zusammenhalten", betonte Pfarrer Schmidt. Wahrscheinlich klappe aber Feuerwehr ohne Kirche eher als umgekehrt, mutmaßte der Geistliche, denn ohne die Einsätze "Absperrung- und Verkehrsabsicherung" würden viele Veranstaltungen der Pfarrei nicht so reibungslos laufen. Bei beiden Institutionen müsse man sich aber einbringen und Aufgaben übernehmen.

Für seine Verdienste als Vorsitzender ernannten die Verantwortlichen Anton Maier zum Ehrenvorsitzenden. Er leitete zwölf Jahre den Verein. Maiers Ehefrau Ingrid überreichte Kiesbauer einen Blumenstrauß, weil diese während der Amtszeit zugunsten der Feuerwehr oft auf ihren Ehemann verzichtete. Dank zollte der Vorsitzende auch dem Wirtsehepaar des Vereinsheims, Betty und Manfred Kraus, denen er ebenfalls einen Blumengruß und ein Präsent übergab.

Kirche und Feuerwehr müssen zusammenhalten.Pfarrer Gerhard Schmidt

Neben seiner vollen Zufriedenheit über die neue Führungsriege und das Engagement der Mitglieder sagte Wutzlhofer, dass die Stadt jährlich einzig für den laufenden Unterhalt der Feuerwehren in der Großgemeinde rund 180 000 Euro in den Haushalt einstelle und somit viel Geld in den Brandschutz investiere. Für Ersatzbeschaffung wurden vergangenes Jahr 50 000 Euro berappt. Von dieser Summe profitierte auch Roggenstein.

Kreisbrandmeister Martin Weig zeigte sich zufrieden, dass bei der Feuerwehr Roggenstein wieder mächtig Aufwind zu spüren sei. Der Vohenstraußer unterstrich, wie wichtig gemeinsame Übungen seien. Zuletzt habe sich dies beim Dachstuhlbrand in Waidhaus gezeigt.

EhrungenVorsitzender Wolfgang Kiesbauer nahm in der Jahreshauptversammlung auch Ehrungen vor. Sechs Jahrzehnte halten Karl Axmann und Johann Wolfrath der Feuerwehr die Treue. Johann Schuller und Josef Wolfrath sind 40 Jahre dabei. (dob)


Hundestaffel bei den Johannitern

Roggenstein. (dob) Neue Informationen gab es zur Hundestaffel, die aktuell nicht mehr zur Feuerwehr Roggenstein gehöre, informierte Kommandant Stefan Urbaneck in der Jahreshauptversammlung. Die Verantwortlichen der Hundestaffel schlossen sich mittlerweile den Johannitern an. Gescheitert sei die weitere Zugehörigkeit an der Vorgabe der Feuerwehr, dass die Hundestaffel-Mitglieder auch aktive Mitglieder der Feuerwehr sein und zumindest eine Truppmann-Ausbildung nachweisen müssten. Die bisher schon eingegangenen Spenden für die Anschaffung einer Suchdrohne bei der Hundestaffel werden nach Rücksprache mit den Geldgebern für die Jugendfeuerwehr verwendet.
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