Neue Mensa der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule erhält kirchlichen Segen - Täglich 150 Menüs
Essen ausdrücklich erlaubt

Vermischtes
Vohenstrauß
09.05.2015
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Die Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule macht einen richtungsweisenden Schritt in die Zukunft. Am Samstag erhält die neue Mensa der Bildungsstätte den kirchlichen Segen.

Rückblick: Nach einer langen Planungsphase von über zwei Jahren starteten im April 2013 mit dem Spatenstich die Arbeiten für den modernen Anbau, der mit 1,9 Millionen Euro veranschlagt war, tatsächlich aber 2,4 Millionen Euro verschlang, wie Stadtkämmerer Rainer Dötsch informierte. Die Kommune erhielt aus zwei staatlichen Fördertöpfen Zuschüsse in Höhe von 589 000 Euro, den Rest schultert die Stadt.

Die Erweiterung der Schule ist das größte Hochbauprojekt der Stadt seit der Generalsanierung der Grundschule von 1986 bis 1990. Seit dem Schuljahr 2012/2013 bietet die Mittelschule von der fünften bis zur neunten Jahrgangsstufe jeweils eine Ganztagsklasse an.

Angebot verbessert

Die Kinder und Jugendlichen können durch die umfassende Betreuung zum einen ihre Noten stabilisieren und verbessern, zum anderen liegt ein wichtiger Schwerpunkt in der Stärkung sozialer und persönlicher Kompetenzen. In Zusammenarbeit mit dem Sachaufwandsträger, der Kommune, setzte die Mittelschule in den zurückliegenden Jahren tiefgreifende Veränderungen mit einem spürbar verbesserten pädagogischen Angebot durch.

Mit dem Anbau einer Mensa, Unterrichts- und Differenzierungsräumen sowie eines Mehrzweckraums an das bestehende Schulhaus will die Stadt die Rahmenbedingungen verbessern. Die Architektengemeinschaft Schwab/Kleierl plante das Projekt. Wegen diverser Bauverzögerungen mussten die Schüler etwas länger als vorgesehen auf das erste Essen in der neuen Mensa warten.

Nun aber läuft der Betrieb seit November 2014 in geregelten Bahnen und erspart dem Nachwuchs den täglichen Gang in die Stadthalle. Längst haben sich die Mädchen und Buben in den neuen Räumen eingewöhnt.

In der Mensa werden seither täglich 150 Personen in drei Schichten mit Essen versorgt. Neben den Mittelschülern und einigen Lehrern nutzen ebenso eine dritte Klasse der Grundschule und einige Realschüler das Angebot.

Bezahlung per Chip

Die Schüler können täglich zwischen zwei Menüs auswählen. Der Speiseplan steht im Internet. Bestellt werden kann bis einen Tag vorher. Wer krank ist, kann am selben Tag bis 9 Uhr das Essen abbestellen. Die Bezahlung wird über einen Chip abgewickelt, den die Eltern per Überweisung an die Schule aufladen können. Ein Menü kostet bislang 4,50 Euro und besteht aus einem Getränk, Salatbuffet, Vorspeise oder Dessert und Hauptspeise.

Viel Erfahrung

Gerd Reinhardt hat das Catering übernommen. Der Koch betreibt das Restaurant "Guggenmoos" in Schönsee. Die wenigsten Schüler wissen wahrscheinlich, dass der Koch schon bei Prinzessin Caroline von Monaco aufgekocht und im Brighton Grandhotel Menüs kreiert hat, mehrere Jahre bei Feinkost Käfer in München sowie im Schlossrestaurant Kaltenberg beschäftigt war.

Angesichts der vielen Portionen und der langen Ausgabezeit von 11.30 bis 13 Uhr ist es sinnvoll, dass Koch Gerd Reinhardt nicht nur fertig zubereitetes Essen anliefert, sondern vor Ort in der Mensaküche frisch zubereitet. Die Kinder werden während des Mittagessens von Müttern und Omas ehrenamtlich betreut. Bei geeignetem Wetter können sie auch auf der eigens dafür geschaffenen Terrasse, die sich an die Mensa anfügt, essen. Derzeit werden 360 Mädchen und Jungen in 17 Klassen von 43 Lehrern unterrichtet. Die Schülerzahl werde sich laut Rektor Alfons Raab in den kommenden Jahren in der Vohenstraußer Einrichtung bei etwa 350 einpendeln - auch wenn der Sprengel im kommenden Schuljahr geändert wird.
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