Neue Wasserleitung in Altenstadt
„Schwierige und heikle Sache“

Die 25 Zentimeter dicke Wasserleitung im Lohweg hatte es in sich. Wassermeister Theo Schwägerl (links) und Bauhofmitarbeiter Markus Süss (rechts) mussten sie über die einen Meter starken Kanalrohre verlegen. Bild: dob
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Vohenstrauß
13.05.2016
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"Eine derart starke Wasserleitung habe ich in den 40 Jahren meiner Tätigkeit im Bauhof noch nicht angerührt", sagt einer, der es wissen muss. Wasserwart Theo Schwägerl steht am Mittwoch mit seinem Kollegen in der drei Meter tiefen Baugrube im Lohweg an der Abzweigung Retzstraße und schwitzt.

Altenstadt. Nicht nur wegen der Sonnenstrahlen, die sich über die Männer in der Tiefe senken. Der Einbau der neuen 25 Zentimeter starken Wasserleitung verlangt absolute Präzision. Die Kanalbauarbeiten an der Rosenstraße gerieten wegen dieser Leitung ins Stocken, denn trotz akribischer Suche war sie nicht lokalisierbar. Zum Vorschein kam sie durch die Baggerarbeiten der Firma Baumer aus Oberviechtach.

Dicke Stahlbetonrohre


Diese wechselt die 45 Zentimeter dicke Abwasserleitung aus und verlegt dafür dicke Stahlbetonrohre mit einem Meter Durchmesser, damit die Anwesen in diesem großen Wohngebietsbereich bei Starkregen nicht mehr überschwemmt werden. Selbst in den Häusern vorsorglich eingebaute Rückstauklappen verhinderten in der Vergangenheit nicht, dass Wasser in die Keller eindrang. Das war immer wieder ein heikles Thema in Bürgerversammlungen. Jetzt schafft die Stadt Abhilfe. Wegen des schwachen Gefälles des Kanals von der Rosenstraße zum Seltmann-Park war laut Dietmar Hammerl von der Bamler-Bauingenieur-GmbH keine Höhenänderung des Kanals möglich, so dass die 25 Zentimeter starke Wasserleitung (DN 250 AZ) mit dem neuen Kanal, in Verbindung mit dem größeren Rohrdurchmesser, zusammentraf.

Dieser Umstand machte es notwendig, die Wasserleitung über den neuen Kanal zu führen. In den sich daraus ergebenden Hochpunkt bauten die städtischen Arbeiter zudem einen Entlüfter ein. Eine enorme Herausforderung für den Wasserwart. "Das ist eine schwierige und heikle Sache", informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer kürzlich die Altenstädter, nachdem ein Großteil der Bevölkerung am Einbautermin den ganzen Tag über von der Wasserleitung gekappt wurde, um die Arbeiten zügig voranzutreiben.

Wegen des hohen Drucks von etwa 10 Bar müssen die neuen Krümmer einbetoniert werden. Weil eben eine so große Wasserleitung von DN 250 Millimeter nicht ganz alltäglich ist, seien die Ersatzteile nicht sofort lieferbar gewesen und brauchten bis zum Eintreffen rund 14 Tage, berichtete Hammerl. Bereits um 6 Uhr standen die Arbeiter am Mittwoch auf der Baustelle, damit die Verlegungsarbeiten an einem Arbeitstag geschafft werden konnten und die Bevölkerung nicht noch mehr Einschränkungen erleiden brauchte.

Reibungslose Arbeiten


Durch die gute Zusammenarbeit des Wasserwerks der Stadt und der bauausführenden Firma Baumer sei die Aktion reibungslos abgewickelt worden, versicherte Hammerl am späten Nachmittag zuversichtlich. Nachdem die Wasserleitung ausgetauscht und eingebaut ist, können die Kanalarbeiter wie geplant wieder in Richtung Rosenstraße buddeln.
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