Neuer Rettungswagenstandort in Betrieb genommen
Hilfe naht aus Lohma

Der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Weiden und Neustadt, der ehemalige Landrat Simon Wittmann, nahm mit einigen Verantwortlichen aus dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz den neuen in containerbauweise errichteten Rettungswagenstandort in Lohma offiziell in Betrieb. Bild: dob
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Vohenstrauß
02.01.2016
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Der neue Rettungswagenstandort startete zunächst ohne die Einsatzkräfte. Christiane Sier und Marco Rappl waren noch von Vohenstrauß ausgerückt, um einen Patienten in Pleystein zu reanimieren.

Lohma-Siedlung. Der Einsatz endete tragisch. Der Patient war nicht zu retten. Zu Ende war dann auch die Geschichte der Rettungswache Vohenstrauß. Mit einem "lachenden und einem weinenden Auge" nahm der Vorsitzende des BRK-Kreisverbands Weiden und Neustadt, der ehemalige Landrat Simon Wittmann, den neuen Rettungswagenstandort offiziell in Betrieb.

Allerdings sah er sich an diesem einschneidenden Datum für alle BRK-Kräfte und die Bevölkerung nur als Vollzugsorgan des Trust-Gutachtens. Der Kreisverband setze weiterhin auf die Gewissenhaftigkeit der BRK-Leute und die erfolgreiche Hilfe für die Menschen. "Ich bin stolz auf die Leute, die hier sehr gute Arbeit leisten".

Zuverlässigkeit und Vertrauen waren für den Vorsitzenden des Rettungszweckverbands, Landrat Andreas Meier, wichtige Attribute. Die Situation mit dem neuen Standort habe man sich nicht ausgesucht. Es gehe einzig um den Schutz der Bevölkerung, fegte er alle früher geäußerten kritischen Äußerungen hinweg. Meier freute sich über die Kooperation mit dem BRK. Am neuen Platz fänden die Rettungsmannschaften eine einsatzfähige Wache vor.

Pleysteins Bürgermeister Rainer Rewitzer überbrachte ebenfalls ein "Glück auf zum Dienstbeginn". Aus seinem Zuständigkeitsbereich rücken die Helfer künftig aus. "Wir stärken die Bevölkerung im östlichen Landkreis", sagte der Geschäftsführer des Rettungszweckverbands, Alfred Rast. Trotz des europaweiten Auswahlverfahrens habe sich das BRK durchgesetzt. "Wir stärken mit dem neuen Standort die Rettungskette und den Rettungsdienst". Nicht vergessen dürfe man die Ersthelfer, die durch ihren exakten Notruf bei der Integrierten Leitstelle (ILS) das bestmöglichste Rettungsmittel abrufen müssten.

"Dieser Tag wird in die Geschichte der ILS eingehen", versicherte Leiter Herbert Putzer. Die Verlegung schaffe eine bessere Versorgung der Bevölkerung im östlichen Landkreis. Laut des Trust-Gutachtens biete Lohma dafür die besten Voraussetzungen. Nur durch den Einsatz der BRK-Mitglieder aus der bisherigen Vohenstraußer Wache konnte die angepeilte Inbetriebnahme erfolgen, lobte Rettungsdienstleiter Peter Lischker seine Mitarbeiter. Er freute sich über die gleichzeitige Inbetriebnahme der Rettungswagenstandorte in Lohma-Siedlung und in Weiden Süd.

"Wir werden den gleichen gewissenhaften Dienst wie in Vohenstrauß verrichten", versprach der amtierende Wachleiter Manfred Bäumler. "In diesen komfortablen Räumen kann man sich wohlfühlen", fügte Kreisgeschäftsführer Franz Rath an. Man habe sich bewusst für die Containerbauweise entschieden, um möglichen Veränderungen in den kommenden Jahren Rechnung zu tragen, betonte Ex-Landrat Wittmann.

Im neuen insgesamt 174 Quadratmeter umbauten Gebäude sind zwei Ruheräume, ein Aufenthaltsraum, eine Umkleide und ein Wäschelager sowie ein WC mit Dusche untergebracht. Durch eine Schleuse entsprechen sie auch den aktuellen Hygienevorschriften mit Desinfektionsraum. Desweiteren gibt es einen Technikraum und die Fahrzeughalle.
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