Neues Ehrenmitglied beim Turnverein Vohenstrauß
Sportfreund Hans Schneider kämpft sich nach tragischem Waldarbeitsunfall zurück

Hans Schneider aus Tännesberg hat sich 42 Jahre lang um die Judo-Abteilung des Turnvereins höchst verdient gemacht. Jetzt wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.
Vermischtes
Vohenstrauß
08.06.2016
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Der Turnverein zählt seit Samstag ein weiteres Ehrenmitglied in seinen Reihen. Es war exakt das Jahr 1972 als der japanische Gruß „Reij“ erstmals auf der Judo-Matte in der Turnhalle erklang. Diese Wettkampfsportart des sanften Weges (Ju-do) fordert ein großes Maß an Disziplin und Ordnung. Es gibt neben Kraft und Ausdauer vor allem geistige und körperliche Beweglichkeit, ergänzte TV-Vorsitzender Klaus Nigg in seiner Laudatio um ein überaus verdientes Mitglied. Genau das muss damals Hans Schneider überzeugt haben, diese Sportart auszuüben, denn zwei Jahre nach der Gründung der Judo-Abteilung unter dem Schirm des Turnvereins stand der Tännesberger 1974 im wahrsten Wortsinn erstmals auf der Matte. In den nachfolgenden Jahren erzielte Hans Schneider mehrere Einzel- und Mannschaftserfolge. So war er in der Zeit von 1975 bis 1980 aktiver Kämpfer in der Bezirksliga und beim Aufstieg der Mannschaft 1978 in die Landesliga die große Stütze des Wettkampfteams. Unvergessen sind aber auch die Turniere mit der Oberpfalzauswahl in Österreich und in der damals noch geteilten Stadt Berlin. 1980 legte Schneider den Braungurt, den 1. Kyu und im April 1984 die Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt) ab, informierte Klaus Nigg. Als ein Jahr später Gründer Rudi Pieleck seine Ämter niederlegt übernehmen Josef Unger und Hans Schneider die Leitung der Judo-Abteilung. Mit der Ausbildung zum Übungsleiter 1986 beginnt Schneiders erfolgreiche Trainerlaufbahn. „Sein Training war geprägt von fundierter, klassischer Technik und einem grundlegendem Verständnis für Judo“. Als Trainer war Schneider stets ein Vorbild für Kinder und Jugendliche. „Man konnte sich hundertprozentig auf dich verlassen“. Weil er nicht gerne in der ersten Reihe stand, begnügte er sich mit dem Amt des stellvertretenden Abteilungsleiters, das er 28 Jahre ausübte. Ein tragischer Waldarbeitsunfall beendete am 4. Oktober 2014 jäh seinen unermüdlichen Einsatz als Trainer der Vohenstraußer Judo-Abteilung, kam Nigg auf ein schmerzliches Kapitel in Schneiders Leben zu sprechen. Bange Tage folgten nach dem Unfall. Seit dieser Zeit kämpft Hans Schneider um seine gesundheitliche Genesung und Rückkehr in den Sport. „Du hast dich in den 42 Jahren zum Wohle und zum Nutzen unseres Vereins verdient gemacht und deiner beharrlichen Ausdauer haben wir es zu verdanken, dass es unsere Judo-Abteilung noch gibt“, so der Vorsitzende. „Dein Wirken war still, so wie du bist, aber die Wirkung war groß und verdient höchste Anerkennung“, würdigte Nigg unter dem Beifall der Anwesenden. Für die vielen Kinder und Jugendlichen die Schneider für den Sport begeistern konnte, wolle sich der Verein außerdem herzlich bei ihm bedanken. Nigg überreichte abschließend eine Urkunde und ein Geschenk, verbunden mit der Hoffnung, dass Schneider der Judo-Abteilung noch viele Jahre mit Rat und Tat zur Seite stehen werde.
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