Oberlinder organisieren Jugendwettkampf
Feuerwehr bringt Bälle ins Spiel

Oberlind war am Samstag Austragungsort eines Feuerwehr-Jugendwettkampfs. 35 Mannschaften waren angetreten, die 11 besten erhielten Pokale. Der von Landrat Andreas Meier (hinten, Vierter von links) gespendete Siegerpokal ging nach Mantel (vorne, Dritter von links). Bilder: dob (2)
Vermischtes
Vohenstrauß
25.05.2016
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Die Jugendfeuerwehren musste verschiedene Aufgaben lösen. Beim Ballabrollen war Geschicklichkeit gefragt.

Kameradschaftlichen Austausch pflegten 35 Feuerwehr-Jugendgruppen aus dem Landkreis am Samstag bei einem Wettkampf zum 30-jährigen Bestehen der Jugendgruppe Oberlind. Dabei war nicht nur Schnelligkeit gefragt.

Oberlind. Initiator der großen Veranstaltung war Kreisbrandmeister Markus Kindl, der sich über den Zuspruch riesig freute. Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer war angesichts der Präsenz so vieler Nachwuchskräfte, mitten in der Ferienzeit, richtig angetan. Bei bestem Wetter bereiteten die Oberlinder die Stationen auf der Festwiese vor.

Über 200 Jugendliche


Rewitzer appellierte an die Teilnehmer, einen fairen Wettstreit durchzuführen. Es sei nicht wichtig, wer Erster werde, sondern allein die Zusammenarbeit zähle. Mehr als 200 Jugendlichen mit ihren Betreuern gehörte anschließend das Areal. Vor allem die Teamarbeit zählte bei den verschiedensten Aufgaben. Die jungen Kräfte gingen routiniert an die gestellten Aufgaben, denn sie hatten mit ihren Jugendwarten in den vergangenen Wochen fleißig geübt.

Bei einigen vorgelegten Zeiten, die gestoppt wurden, erblassten die Aktiven regelrecht. Von Nutzen waren nicht nur die praktischen Handgriffe, sondern auch das theoretische Wissen, das bei dem einen oder anderen aufgetauchten Problem half. Bereits bei der ersten Station wurde die ordentliche und einheitliche Kleidung von Nicole Scharff, eine der insgesamt 18 eingesetzten Schiedsrichter, überprüft. Anschließend wurden die Teilnehmer auf das Feld zu den fünf weiteren Stationen geschickt.

"Zur Übung fertig", hieß es am Beginn der Zeitabnahme, bevor die Teams versuchten, die geforderte Aufgabe bestmöglich zu erledigen. Eine Saugleitung zu kuppeln, war dabei noch die leichteste Aufgabe. Geschicklichkeit war beim Ballabrollen gefragt. Zehn Bälle sollten schnellstmöglich von einem Querbalken eines Fußballtors aus auf zwei dünnen Seilen in eine Blechtonne mit 65 Zentimeter Umfang gerollt werden.

Über den Schwebebalken


Beim Hindernislauf gerieten die Jugendlichen ins Schwitzen, denn wer in den Wassergraben hineintrat oder die Begrenzungslinie berührte erhielt Strafpunkte. Danach wartete ein Kriechtunnel auf die Teilnehmer. Beim Schwebebalken hieß es, Balance und Trittsicherheit zu bewahren. Anschließend musste das Klettergerüst überwunden werden. Mastwurf gestochen ohne Spierenstich, Mastwurf gelegt, Zimmermannsschlag und Kreuzknoten durften ausnahmsweise ohne Schutzhandschuhe gelegt und gebunden werden.

An der letzten Station musste die Jugendlichen einen C-Schlauch ausrollen, einen Knoten mit verbundenen Augen binden und die Überraschungsübung mit dem Wasserkicker absolvieren. Nachdem der C-Schlauch und das Stahlrohr an den Verteiler angeschlossen waren, trieben die Feuerwehrleute mit Hilfe des Wasserstrahls den Ball ins Ziel.

Jugendfeuerwehr Mantel sichert sich den Sieg"Der Jugendwettkampf war spannend und ihr habt super mitgemacht", attestierte Kreisbrandmeister und Initiator Markus Kindl bei der Siegerehrung allen Teilnehmern aus den Feuerwehrjugendgruppen des gesamten Landkreises. Fünf Stunden lang maßen sich die Jugendlichen in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen. Auch Bürgermeister Andreas Wutzlhofer beobachtete die Jugendlichen. Der Oberlinder Vorsitzende Herbert Zitzmann und Kommandant Markus Kindl leisteten glänzende Arbeit. Den hohen Stellenwert derartiger Veranstaltungen verdeutliche die Anwesenheit der gesamten Feuerwehr-Führungsriege, sagte zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier. "Ihr seid die Zukunft", wandte sich Landrat Andreas Meier an die Jugendlichen.

Um die Feuerwehren in der Region ist Kreisbrandrat Richard Meier war angesichts dieser großen Teilnehmerzahl nicht bange. Oberpfalzweit sei man im Landkreis Neustadt unter den drei mitgliederstärksten Wehren, verkündete er stolz. Feuerwehren seien mit anderen Vereinen nicht zu vergleichen. "Wir haben einen anderen Stellenwert und sind Tag und Nacht für andere Menschen in Not da." In den vergangenen Wochen konnte er auf seinem Funk mithören wie in allen Orten fleißig für diesen Tag geübt und sich vorbereitet wurde, lobte er die Mädchen und Buben.

Die elf besten Teams erhielten Pokale. Den vom Landrat gestifteten Sieger-Cup holte sich das Team aus Mantel, das zu ihrem 40-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr einlud, das vom 23. bis 24. Juli mit einem Zeltlager und ebenfalls einem ähnlichen Jugendwettkampf gefeiert werden soll. Auf dem zweiten Platz folgte Waidhaus I und Dritter wurden Michldorf. Der Gastgeber belegte mit der ersten Mannschaft den vierten Rang. Danach folgten: 5. Waidhaus II, 6. Lohma, 7. Altenstadt/Vohenstrauß I, 8. Oberlind II, 9. Eslarn II, 10. Pleystein und 11. Burgtreswitz.

Urkunden erhielten: 12. Pfrentsch I, 13. Grafenwöhr I, 14. Waldau II, 15. Altenstadt II und Tännesberg, 16. Eslarn, Pfrentsch II und Waldau III, 17. Grafenwöhr II, 18. Waldau I, 19. Kaimling, 20. Roggenstein I, 21. Moosbach I und Tröbes I, 22. Neustadt/WN, 23. Tröbes II, 24. Leuchtenberg II, 25. Böhmischbruck, 26. Saubersrieth/Niederland, 27. Leuchtenberg I, 28. Grafenwöhr III, 29. Roggenstein II, 30. Moosbach II und 31. Waldthurn. Einige Plätze wurden wegen gleicher Punktzahl mehrmals vergeben. (dob)
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