Passionssingen des Oberpfälzer Volksliederkreises in Roggenstein
Leiden Jesu in Mundart

16 Instrumentalisten und Sänger des Oberpfälzer Volksliederkreises in der Region Schwandorf führten in der Pfarrkirche St. Erhard in Roggenstein die Bayerische Passion von Wigg Ponzauner auf und stimmten die Besucher auf die Karwoche ein. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
16.03.2016
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Die mit violettem Stoff verhüllten Altarbilder und das Vortragekreuz in der Pfarrkirche St. Erhard vermittelte den passenden Rahmen für das Passionssingen des Oberpfälzer Volksliederkreises der Region Schwandorf. Ein Erlebnis von Raum und Klang für die rund 100 Besucher.

Roggenstein. Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Gösl begrüßt die Gäste. Die Bayerische Passion von Wigg Ponzauner "Was schleppt in Hass und Grausamkeit" mit Sprecher Josef Sterr aus Weiden erzählte vom bevorstehenden Leiden Christi das mit dem Kreuzestod endet und drei Tage später in der Auferstehung seine Vollendung findet.

Die Lieder des "Roggensteiner Vierklang", des "Oberpfälzer Saitenklang", den Maierbachsängern aus Pölling und dem Waldsassener Gesangsduo Hans Kowatsch und Marianne Helm wiesen einfühlsam und ansprechend auf die österliche Zeit hin. "Jesus mein Gott", "Auf den Ölberg will ich gehen" oder "Der rote Schweiß von Jesu" bis hin zum schmerzlichen Flehen "Oh Jesu mein, was große Pein" mündeten im "Was ist nicht heut für eine heilige Nacht" oder "Wach auf mein frommer Christ".

In Mundart verband Sterr die Musikstücke mit Beiträgen aus der bayerischen Passion von Ponzauner, der am 10. Dezember 2005 starb und diese Erzählung in niederbayerischer Sprache der Bevölkerung hinterließ. Zum dritten Mal gastierten die Mitwirkenden des Oberpfälzer Volksliederkreises in Roggenstein und übernahmen diesmal die besinnliche Einführung in die Karwoche.

Zuhörer eingebunden


"Wenn keine Zeit mehr zum Zuhören oder miteinander reden ist, wenn Alte und Kranke und Hilfesuchende abgeschoben werden", hieß es in einem Absatz. Die Zuhörer wurden schließlich beim "O Haupt voll Blut und Wunden" in das Geschehen eingebunden. Kirchenpfleger Manfred Zeitler war der Dank am Ende der besinnlichen Stunde mit vielen Molltönen, hinblickend auf die heilige Woche, vorbehalten. Er hob den "Roggensteiner Vierklang" als ein "Kind der Jugendblaskapelle" hervor. Vor allem erwähnte er positiv, dass sich einheimische Akteure unter die auswärtigen Mitwirkenden mischten und das Passionssingen begleiteten.
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