Patrozinium in Waldau
Glaubenstradition fortführen

Im Altarraum versammelten sich die Fahnenträger, um mit Geistlichem Rat Pfarrer Gerhard Dirscherl und den Waldauer Gläubigen des großen Schutzheiligen, der auch als Brückenheiliger bekannt ist, zu gedenken. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
17.05.2016
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Es gilt sie in jedem Fall zu ehren, unsere Schutzheiligen: seien es die Namenspatrone, die Stadt- und Länderpatrone oder die Kirchen- und Pfarrpatrone. Am Pfingstmontag galt diese Ehre dem heiligen Johannes Nepomuk beim Patrozinium in Waldau.

Waldau. Trotz der kalten Temperaturen um fünf Grad Celsius scharten sich die Vereinsvertreter um ihre Fahnen und zogen mit Geistlichem Rat Gerhard Dirscherl, Gemeindereferentin Christine Hecht sowie den Ministranten in das Gotteshaus ein. Koch Heiner Ertl heizte derweil schon seit Stunden den gemauerten Backofen am Pfarrheim und brutzelte den Schweinebraten.

Kochkünste bekannt


Bereits um 4 Uhr hatte Ertl den Ofen auf Temperatur gebracht, drehte Knödel und würzte den Krautsalat. Für die 150 Portionen des Bratens standen die Waldauer um die Mittagszeit Schlange, denn die Kochkünste des Waldauers sind bestens bekannt.

Vor 104 Jahren wurde die Kirche nach Plänen des Regensburger Architekten Heinrich Hauberrisser, auf Initiative des damaligen Benefiziaten Karl Scherm, erbaut. Das neue Gotteshaus erhielt am 22. Mai 1932 durch Bischof Michael Buchberger die Konsekration und wurde unter den Schutz des böhmischen Heiligen gestellt, erinnerte der Geistliche.

"Wenn wir aufschauen zu unseren Patronen und Heiligen, dann wissen wir, wir sind nicht allein und haben Weggefährten." In diesem Gotteshaus, dessen Patrozinium an diesem Tag gefeiert werde, hätten in den über 100 Jahren eifrige Priester gewirkt. Die Vorfahren hätten dabei ein eindrucksvolles Glaubenszeugnis abgelegt. Deshalb richtete Pfarrer Dirscherl auch einen nachhaltigen Appell an alle Waldauer: "Führt in Treue diese Glaubenstradition fort, gebt euren Kindern ein einprägsames Beispiel, so dass auch in Zukunft die Glocken nicht vergebens läuten zum Werktags- und vor allem Sonntagsgottesdienst, zum Gebet einer frohen und gläubigen Christengemeinde."

Für den Ruhestandsseelsorger selbst sei es immer wieder eine Freude und ein Erlebnis, wie die Waldauer beispielhaft Liturgie feiern sowie begeistert im Volks- und Chorgesang einstimmen. Deswegen lautete die Bitte von Pfarrer Dirscherl: "Heiliger Johannes Nepomuk, sei du Schützer, Helfer und Bewahrer eines lebendigen Glaubens hier in Waldau."

Als Lektorinnen brachten sich Erika Kiesl und Annemarie Schwägerl ein. Der Kirchenchor unter Leitung von Hans-Josef Völkl begleitete den Patroziniumsgottesdienst.
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