Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule verabschiedet Abschlussjahrgang
Jeder trifft das Tor

Rektor Alfons Raab (Dritter von rechts) sprach von einem Bilderbuchjahrgang, der heuer die Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule verließ. Manuel Heuberger (vordere Reihe, Mitte) aus Woppenrieth bei Tännesberg brachte es in der 9. Jahrgangsstufe auf einen Notendurchschnitt von 1,22 und war damit Schulbester. Bild: dob
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Vohenstrauß
22.07.2016
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Ausgezeichnete Schüler

Vohenstrauß. (dob) Über einige statistische Zahlen informierte Alfons Raab, Rektor der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule, bevor er die Schulbesten auszeichnete: Von den beiden 10. Klassen (31 Prüflinge) beginnen 21 mit einer Ausbildung, 6 gehen in die Fachoberschule und 3 an das Berufliche Schulungszentrum (BSZ) Neustadt/WN. 1 Schüler besucht eine Maßnahme der Agentur für Arbeit.

Von der Regelklasse 9 und der Ganztagsklasse 9 liegt folgendes Bild vor: 34 Abschluss-Schüler beginnen eine Lehre, 2 besuchen die M 10, 1 Schülerin geht an das BSZ Neustadt/WN, 7 wiederholen die Jahrgangsstufe und 4 Schüler sind noch auf der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz.

Prüfungsbeste der 9. Jahrgangsstufe sind: 1. Manuel Heuberger, Woppenrieth bei Tännesberg (1,22); 2. Angela Vollath, Tröbes (1,88); 3. Lukas Kölbl, Saubersrieth (2,11). In der 9 GTK wurden ausgezeichnet: 1. Dana Kriemer, Vohenstrauß (1,83); 2. Lukas Grötsch, Eslarn (2,00); 3. Michael Biegerl, Kößing (2,27).

Beim Mittleren Bildungsabschluss sind es in der Klasse M 10 a folgende Absolventen: 1. Melissa Brenner, Waldthurn (1,33); 2. Jessica Ertl, Vohenstrauß (1,56); 3. Michael Striegl, Altenstadt (1,67). Klasse M 10 b: 1. Kerstin Kramer, Altenstadt (1,78); 2. Paul Hartinger, Tännesberg (2,00); 3. Carina Brenner, Eslarn und Antonia Schön, Vohenstrauß (beide 2,11).

Rektor Alfons Raab sprach bei der Abschlussfeier der Pfalzgraf-Friedrich-Mittelschule in der Stadthalle am Donnerstagabend von einem "Bilderbuchjahrgang". Dabei ließ er mit einer Nachricht alle Gäste aufhorchen.

Alle 33 Schüler der M 9-Klassen haben den qualifizierenden Abschluss der Mittelschule in der Tasche und alle 31 Absolventen der mittleren Reifeprüfung haben ebenfalls bestanden. Dieses Traumergebnis verkündete der Rektor gerne, denn nicht jedes Jahr könne die Bildungseinrichtung über solch positive Nachrichten berichten.

Von den 30 Teilnehmern der 9 a und 9 Ganztagesklasse (GTK) schafften 82 Prozent den begehrten Quali. Darunter waren auch drei Externe. Die Schulfamilie sei über das hundertprozentige Ergebnis der beiden M 10-Klassen erfreut. "Auf diesen außergewöhnlichen Erfolg könnt Ihr ungemein stolz sein", lobte Raab.

Der Rektor nutzte einen Vergleich zur Europameisterschaft in Frankreich. Genau wie beim Fußball benötigten die Schüler Talent, Begabung, Fleiß, Training, Anstrengungsbereitschaft und den absoluten Willen zum Sieg. Dazu Selbstvertrauen und manchmal auch Mut zum Risiko. Weitere unabdingbare Voraussetzungen, um am Ende das Finale oder seine persönlich festgesetzten Ziele zu erreichen, seien sehr gute Trainer.

Der Trainerstab und das Fitnessteam (Lehrer und Fachlehrer) absolvierten mit den Schülern Ausdauer- und Krafttrainingseinheiten. Fleiß, Ausdauer, Belastbarkeit, Durchhaltevermögen, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Rücksichtnahme, Respekt, Anständigkeit und Glaubwürdigkeit sollten dabei vermittelt werden. Rückschläge waren oft nicht zu vermeiden und mussten eingesteckt werden. Im Spiel des Lebens wie auf dem Fußballplatz sei es wichtig, nicht im Abseits zu stehen.

Das Spielverhalten der Schüler war durchwegs fair, so dass wenige Gelbe Karten gezückt werden mussten. Platzverweise gab es keine. "Die meisten von euch schafften den Abschluss in der regulären Spielzeit, nur einige gingen in die Verlängerung und nur ganz wenige hielten die Spannung bis zum Elfmeterschießen hoch. Aber alle kamen bis zum Schlusspfiff." Die Absolventen sollten weiterhin auf der Hut bleiben, damit sie keine Eigentore schießen.

Herausforderung annehmen


Zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier ergriff als Hausherr für alle anwesenden Bürgermeister aus dem gesamten Schulsprengel das Wort. "Wer schwimmen lernen will, muss ins Wasser springen", besage ein Sprichwort. Genau das hätten die Mittelschüler in den vergangenen Jahren bewiesen. Oft sei ein viel größeres Gespür dafür nötig, was an bedeutsamer Arbeit an den Schulen geleistet werde.

Wer es im Leben zu etwas bringen wolle, müsse losspringen und die Herausforderungen annehmen. Alle hätten nun einen Abschluss, der zählt. Jetzt müssten sich alle freischwimmen, sagte Münchmeier. Anja Schaller als Vorsitzende des Elternbeirats erinnerte an die Zeit, "als der Ernst des Lebens" für die Schüler begann. Jetzt starte eine weitere Reise in die Zukunft ihres Lebens an deren Anfang sie gerade erst stünden. "Ihr müsst nun lernen, auf eigenen Beinen zu stehen".

Die Klassensprecher der verschiedenen Jahrgänge gingen anschließen noch einmal auf die erlebte Zeit an der Mittelschule ein, die oft für Schüler als auch Lehrer gleichermaßen schwer war. "Wir sind am Ziel und die Lehrer am Ende." Aus dem bunt zusammengewürfelten Haufen fanden sich feste Gemeinschaften zusammen. "Danke für die Hartnäckigkeit und Strenge, deren Nutzen wir erst jetzt erkennen und zu schätzen wissen". Tanzvorführungen und der Schulchor setzten unterhaltsame Akzente bei der Feier. (Im Blickpunkt)

Alle kamen bis zum Schlusspfiff.Rektor Alfons Raab
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