Pfarrer Soosai bleibt dem Verein Hoffnung für Menschen erhalten
Über 200.000 Euro für Hilfsprojekte Indien

Eine Oma kümmert sich um die verwaisten Kinder. (Foto: Repro: dob)
Vermischtes
Vohenstrauß
18.05.2017
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Diese Augen öffnen nicht nur die Herzen sondern auch die Spendenschatullen.

Trotz seines Pfarreiwechsels nach Niederbayern wird Pfarrer Antony Soosai aus Neukirchen zu St. Christoph dem Verein "Hoffnung für Menschen" erhalten bleiben. Diese frohe Kunde nehmen die Mitglieder des Vereins in der Jahreshauptversammlung erleichtert auf.

(dob) Vorsitzender Thomas Ebnet dankte allen Mitgliedern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit zugunsten der Ärmsten in Südindien. Erfreulicherweise konnten die Patenschaften erneut gesteigert werden. Ebnet legte beeindruckende Zahlen vor.

Der Verein unterstützt derzeit 260 Slumkinder, 203 Studenten, 7 behinderte Menschen und 114 Kinderdorfkinder finanziell. Hinzu kommen 157 Familienpatenschaften und 294 Kinderpatenschaften. Zusätzlich werden Projekte wie Schul- und Ausbildungskosten für die Kinderdorfkinder übernommen. Das Waisenhaus Kurusady oder das Heim für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche werden ebenfalls nicht aus den Augen verloren.

Partner vor Ort


Dazu gibt es Existenzhilfsprojekte wie Milchkühe und unzählige Kleinprojekte für arme und bedürftige Familien. Ebnet listete außerdem den Unterhalt der Kinderdörfer und die Weihnachtsspenden akribisch auf. Unaufhörlich sind die Mitglieder in ihren Heimatgebieten und überregional unterwegs, um Spendengelder bei den verschiedensten Anlässen wie Konzerten oder Vorträgen zu generieren. Einen großen Auftritt legt der Verein alljährlich beim Multi-Kulti-Fest in Pleystein hin.

Im Februar und August waren etliche Teilnehmer wieder in Indien unterwegs, um sich von den Hilfsmaßnahmen der Gelder zu überzeugen. Immerhin wurden im vergangenen Jahr 216 692 Euro an Spenden und Einnahmen erzielt. Davon wurden bereits knapp 200 000 Euro nach Indien überweisen. "Der Rest folgt in nächster Zeit", berichtete Ebnet.

Ohne die Hilfe der Partner in Indien wäre dieser Erfolg des Vereins nicht möglich. Denn die Helfer vor Ort kümmern sich um die Auswahl der Bedürftigen, leiten die Daten und detaillierte Beschreibungen an den Verein weiter und übernehmen die Geldausgabe sowie die Kontrolle der Bedürftigkeit. "Dies geschieht neben der Haupttätigkeit als Priester", betonte Ebnet.

Neues Projekt


Vorrangigste Ziele der Vereinsarbeit seien die Erhaltung der Kinderdörfer, die Hilfestellung der Kinderdorfkinder bei Ausbildung oder Studium, die Vermittlung von Patenschaften und die Kleinprojekte unter dem Motto "Hilfe für Selbsthilfe". Kassenchef Richard Bäumler unterstrich, "dass alle Spenden zu 100 Prozent bei den Bedürftigen in Indien ankommen". Für zehn Jahre Mitgliedschaft ehrte der Vorsitzende Helga Müller aus Waldkirch, Ludwig Gallitzendörfer aus Pleystein, Angela und Lorenz Röger aus Theisseil sowie Barbara Obermaier aus Lüdenscheid.

Vorstandsmitglied Horst Heider berichtete über ein Projekt in Nashik in Mittelindien im Bundesstaat Maharashtra. Dort sollen Trinkwasserbrunnen gebaut und die Regenwassernutzung ermöglicht werden, damit die Menschen zweimal ernten können und somit den Bewohnern ein ganzjähriges Auskommen gewährleistet wird. Dafür sind finanzielle Mittel in Höhe von 141 000 Euro notwendig. 106 000 Euro sind über Fördermöglichkeiten gedeckt, private Spender haben die übrigen 35 000 Euro bereits zugesagt.
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