Pfarrgemeinde St. Erhard feiert Kirchenpatrozinium
Christ erst durch die Taufe

Im weihnachtlichen Glanz der Pfarrkirche feierte Pfarrer Gerhard Schmidt mit den Gläubigen den Pfarrpatron St. Erhard. Bild: dob
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Vohenstrauß
12.01.2016
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Roggenstein. Beim Kirchenlied "Ihr Freunde Gottes allzugleich" spürten die Gläubigen am Samstag in der Messe sehr deutlich, dass ein frischer Wind durch das neue Gotteslob weht. An diesem Tag feierten die Gläubigen auch ihren Kirchenpatron, den heiligen Erhard. Er wird meist als Bischof dargestellt, zusammen mit einem Buch, auf dem zwei Augen liegen, berichtete Pfarrer Gerhard Schmidt den Gläubigen. Kurz nach dem Jahreswechsel steht in der Pfarrgemeinde St. Erhard demnach jährlich am 8. Januar das Kirchenpatrozinium an, zu dem der Geistliche heuer erst tags darauf die Gläubigen willkommen hieß.

Erhard stammte aus dem südfranzösischen Narbonne. Gegen Ende des 7. Jahrhunderts war er als Wandermönch im Elsass unterwegs und gründete zahlreiche Klöster. Aus jener Zeit sei die Legende überliefert, nach der er der elsässischen Herzogstochter Odilia, die von Geburt an blind war, während ihrer Taufe das Augenlicht wiedergab. Papst Leo IX. erklärte den Bischof 1052 für heilig. "Wenn Leute ihre Heimat verlassen und die jeweilige Sprache des Landes erlernen, in dem sie sich niederlassen, dann nötigt uns das Respekt ab", sagte der Geistliche mit Blick auf die heutigen Flüchtlinge.

Da am Sonntag das Fest der "Taufe des Herrn" anstand, stellte Pfarrer Schmidt die Taufe in den Mittelpunkt seiner Predigtgedanken. Ein Geschöpf Gottes sei man bereits vom Mutterleib an, Christ werde man jedoch erst durch die Taufe. Bei der Lesung, den Fürbitten und der Meditation brachte sich Lektorin Inge Wolfrath ein und der Kirchenchor unter Leitung von Heribert Kett gestaltete die Messe mit lateinischen Gesängen mit.
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