Photovoltaikanlagen der Stadt Vohenstrauß seit zehn Jahren in Betrieb
Prognosen immer überschritten

Die Grundschule zählt zu den städtischen Gebäuden, die vor zehn Jahren mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet worden sind. Die Stadt kann mit den Erträgen zufrieden sein. Bild: ck
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Vohenstrauß
29.08.2016
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Seit zehn Jahren setzt die Stadt Vohenstrauß auf Solarenergie. Die Erträge der sieben Photovoltaikanlagen - allesamt auf städtischen Gebäuden - können sich sehen lassen. Kämmerer Rainer Dötsch zieht eine zufriedenstellende Zwischenbilanz.

Die Stadt betreibt sieben Photovoltaikanlagen - verteilt auf Gebäude des städtischen Bauhofs, Mittelschule, Grundschule und Gemeindehaus Altenstadt. Die Kommune ließ sich dieses Projekt in Sachen erneuerbare Energien einiges kosten und investierte 886 125 Euro.

Die Anlagen nahmen größtenteils im Herbst 2006 ihren Betrieb auf. Eine kleine Bilanz von Stadtkämmerer Rainer Dötsch zum zehnjährigen Betrieb fällt sehr gut aus: "Wir haben in jedem Jahr die Prognosen überschritten oder zumindest die Prognosen erreicht. Mittlerweile haben wir mit rund 50 000 Euro eine gute Rücklage angespart."

August steht noch aus


Die Ertragsprognose für alle Anlagen beträgt 149 452,50 Kilowattstunden (kWh), Ende Juli 2016 belief sich der tatsächliche Ertrag auf 107 454,41 kWh. Dies entspricht einer Quote von 71,90 Prozent. Dötsch: "Darin enthalten sind noch nicht die Zahlen für den Sonnenmonat August, der insbesondere in der vergangenen Woche für sicherlich guten Ertrag gesorgt hat." Diese Zahlen seien erst ab 1. September verfügbar. Zum 1. August des Vorjahres lag der Ertrag bereits bei 118 233,86 kWh oder 79,11 Prozent. "Das Jahr 2015 kann man ohnehin als ertragreiches Photovoltaikjahr ansehen. Die Gesamtprognose wurde um 19,31 Prozent überschritten", erklärt der Finanzchef der Stadt. Dieser Wert sei nur einmal, nämlich gleich im ersten vollen Betriebsjahr 2007, überschritten worden. Damals betrug der Gesamtertrag 120,97 Prozent. Seit Betrieb der städtischen Anlagen konnte laut Dötsch in fünf Jahren eine Quote zwischen 16,26 und 20,97 Prozent über der Ertragsprognose erwirtschaftet werden. Über den gesamten Betriebszeitraum betrug diese Quote durchschnittlich 12,16 Prozent.

Mehr Mittel verfügbar


Die Finanzierung erfolgte damals über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Berlin und dem freien Kreditmarkt mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Mit Blick auf die Tilgung kann der Kämmerer recht zufrieden sein: "Der Anteil aus dem freien Kreditmarkt ist im Herbst 2016 vollständig getilgt. Damit stehen entweder dem städtischen Haushalt oder der Sonderrücklage ,Photovoltaik' mehr Mittel aus den erwirtschafteten Erträgen der Gesamtanlage zur Verfügung."
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