Rettungssanitäter mit fast 4000 Einsätzen im östlichen Landkreis
Rettungswache mit Teamgeist

Thomas Schmidt aus Frankenreuth (Vierter von rechts) absolvierte nebenberuflich die mehrjährige Ausbildung zum Rettungssanitäter und schloss sie als Bester ab. Auch Patrick Ratei aus Vohenstrauß (Zweiter von rechts) ist nun in der Riege der BRK-Rettungssanitäter an Bord. Bild: dob
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Vohenstrauß
16.12.2015
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Mit rund 440 Quadratkilometern ist der östliche Landkreis der größte im Rettungsleitstellenbereich. Bis zu Silvester werden die Rettungssanitäter über 3950 Einsätze hinter sich haben. Wachleiter Martin Putzer legte in der Jahresbilanz weitere beeindruckende Zahlen vor.

Die Einsätze schlüsseln sich auf Krankentransporte (1643), Notarzteinsätze (994), Notfalleinsätze (254) und sonstigen Einsätze (1066) auf. Das entspreche einem täglichen Transportaufkommen von elf Einsätzen, berichtete Putzer. Die Kilometerleistung beläuft sich auf 145 285 Kilometer, was einer Steigerung von 23,65 Prozent beim Transportaufkommen und bei der Kilometerleistung um eine Erhöhung von 8,42 Prozent entspricht.

Ausgezeichnete MitarbeiterDie Firma Lukas Anlagenbau nutzte die Weihnachtsfeier im Gasthof „Drei Lilien“, um verdiente Mitarbeiter zu ehren. Nach einem Überblick über das Geschäftsjahr und die 2015 abgeschlossenen, umfangreichen Erweiterungs- und Renovierungsmaßnahmen an den Standorten in Vohenstrauß und Albersrieth zeichnete Geschäftsführer Werner Lukas folgende Mitarbeiter für ihre Firmentreue aus: Hans Meindl (35 Jahre), Josef Skoczylas (25) sowie Richard Schreier und Norbert Lukas (beide 20)

3607 Stunden ehrenamtlich


Die Zielkliniken sind längst nicht mehr nur Vohenstrauß und Weiden, sondern Oberviechtach, Schwandorf, Cham, Regensburg, Nürnberg und immer mehr das Marienkrankenhaus in Amberg. Die genehmigten Vorhaltestunden 2015 für die Rettungswache Vohenstrauß belaufen sich für den Krankentransport auf 3514 und die Notfallrettung auf 17 520 Stunden, was 21 034 Gesamtstunden bedeuten. Davon wurden 3607 Stunden ehrenamtlich erbracht. "Damit wurde fast jede sechste Schicht ehrenamtlich gefahren", lobte Putzer.

Im Notarztfahrdienst betrug die Vorhaltung 8760 Stunden, davon fuhren Ärzte selbstständig 5217 Stunden. Für die übrigen 3543 Stunden wurde ein Fahrer gestellt. Die Hauptamtlichen leisteten davon 1517 Stunden und der größere Anteil von 2026 Stunden wurde ehrenamtlich erbracht. Demnach werde nicht nur jeder Feiertag, sondern jedes Wochenende Tag und Nacht mit ehrenamtlichen Kräften gemeistert.

"Ab 1. Januar wird der Notarztfahrer wegen der Verlegung des Rettungswagen-Standorts nach Lohma alleine in diesen Räumen sein", resümierte Putzer. Christian Messer, der die Dienstpläne für die Notarztfahrer erstellt, werde künftig noch mehr gefordert sein, um diesen hohen ehrenamtlichen Anteil zu halten. Putzer bat alle, den Mut nicht zu verlieren. Seine Hoffnung seien die Kameradschaft und der Teamgeist, der die Rettungswache immer ausgezeichnet habe. Die Unterstützungsgruppe Rettungsdienst kam neben der Regelvorhaltung 113 Mal zum Einsatz. 24 Kameraden erbrachten 315 Stunden. "Auf die UG Rett Ost ist Verlass", lobte der Wachleiter. Acht Einsatzleiter Rettungsdienst teilten sich das Jahr über den Dienst und erbrachten 6208 Stunden. Drei organisatorische Einsatzleiter im östlichen Landkreis signalisierten 2484 Stunden Dienstbereitschaft. 32 Kameraden erbrachten 2868 Stunden als zweiter Begleiter bei der Ausbildung für den Rettungsdienst.

Welche andere Hilfsorganisation kann solche Leistungen vorweisen? Darauf bin ich als Leiter der Rettungswache besonders stolz.BRK-Wachleiter Martin Putzer

Zig ehrenamtliche Stunden


Die Pflichtfortbildungsstunden neben den wöchentlichen Unterrichtsabenden belaufen sich auf 900 Stunden. Somit komme die Bereitschaft auf 18 408 ehrenamtliche Stunden für rettungsdienstliche Aufgaben. "Welche andere Hilfsorganisation kann solche Leistungen vorweisen? Darauf bin ich als Leiter der Rettungswache besonders stolz", unterstrich Putzer. Solche Leistungen sprächen Bände und zeigten die Verbundenheit mit dem Vohenstraußer Standort, denn die Helfer kommen aus Weiden, Weiherhammer, Püchersreuth, Luhe und Flossenbürg, obwohl sie anderen Bereitschaften angehören und an näher gelegenen Wachen vorbeifahren.

Einsatz und Fleiß


Der BRK-Kreisverband mit seinen vier Rettungswachen schrieb im 8200 Überstunden. 445 Stunden allein aus Vohenstrauß sprechen für die Arbeit, die hier geleistet werde. Die Monopolstellung des Roten Kreuzes könnten die hauptamtlichen Kräfte nur in Verbindung mit den ehrenamtlichen Mitstreitern und mit Fleiß eines jeden Einzelnen behalten und der Konkurrenz entgegensteuern.

Die BRK-Ausweise erhielten abschließend noch folgende Neumitglieder: Carolin Bodensteiner, Sophie Deinl, Frederic Dirnberger, Harald Dirnberger, Wolfgang Gollwitzer, Marco Gruber, Julia Henke, Sandra Hulin, Tanja Messer, Uli Pausch, Tamara Punzmann, Johannes Rupprecht, Jasmin Träger, Markus Tretter, Lea Weig und Belinda Woldrich.

Zwei Neue für die RettungswacheStephan Kraus, Peter Renger, Josef Ring, Nadine Bock und Marco Rappl leisteten im Rettungs- und Notarztfahrdienst die meisten Stunden. Fabian Gruber, Dominic Kropf und Uli Pausch im Rettungsdienst als zweiter Begleiter in der Ausbildung sowie als Einsatzleiter und organisatorische Leiter sind Manfred Bäumler, Andreas Gall und Jürgen Sollfrank einsame Spitze, ohne die Leistungen der anderen Einsatzkräfte schmälern zu wollen. Corinna Rewitzer, Marco Rappl und Johannes Burger rückten mit der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst am meisten aus.

Die Rettungswache verstärken neu Patrick Ratei und Thomas Schmidt, die berufsbegleitend die mehrjährige Ausbildung zum Rettungssanitäter absolvierten. Der Waidhauser Schmidt war sogar Lehrgangsbester . Yvonne Reichenberger schloss die Lehrgänge Instruktorin Frühdefibrillation, den Lehrgang zum Ausbilder Rettungsdienst sowie ihren Lehrrettungsassistenten erfolgreich ab.
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