Rosenmontagsball des Vohenstraußer Faschingsvereins
Narren lassen Muskeln spielen

Ausgelassene Feierlaune und ein eifrig mitmachendes Publikum durften beim Rosenmontagsball des Faschingsvereins nicht fehlen.
Vermischtes
Vohenstrauß
09.02.2016
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Die Show der "Oldie-Garde" war einmal mehr der Höhepunkt in der Stadthalle. Bilder: fjo (3)

"Am Aschermittwoch ist alles vorbei!" Das trällert doch jeder seicht mit und denkt sich nichts mehr dabei. Was aber der Vohenstraußer Faschingsverein am Rosenmontag in der Stadthalle auf die Bühne brachte, ließ die Narren reihum erschrecken.

Es war gut, dass die meisten Gäste im Saal bereits saßen. Mit versteinerten Minen verfolgte das Gros der Besucher den unerwarteten Schock, obwohl doch vorher die heiteren und fröhlichen Gesichtszüge das Geschehen bestimmten. Da half auch die beste Maskierung nichts mehr. Viel zu deutlich führte der Auftritt die angesagte Denkweise einer modernen Fastenzeit im 21. Jahrhundert vor Augen - und keiner konnte entrinnen.

Sehnlich erwartete Einlage


Es war ungefähr noch eine halbe Stunde bis Mitternacht, und die Zeit für die sehnlich erwartete Einlage der "Oldie-Garde" brach an. Erwartungsgemäß lieferten die Altmeister zunächst Klamauk, Spaß und Brüller mit ihrer Show. Ideenreich verpackt als Fernsehabend eines älteren Ehepaars, das es sich in einer deutlich in Szene gerückten Wohnzimmercouch auf der Bühne gemütlich gemacht hatte.

Hätte Er (Daniel Bruckner) aber mal lieber nicht mit der Fernbedienung gespielt. Zunächst schien der Ehemann mit dem Bierseidel in der Hand noch ein glückliches Händchen zu haben. Vom Promi-Diner bis zum Schmuckverkaufs-Sender bestimmten nur die seichten Themen die Szenerie.

Dann wurde es stockdunkel im Raum, und pausenlos schien etwas vom Haupteingang hereingetragen zu werden. Als alles in gleißendes Licht gehüllt wurde, überwog zunächst noch die Begeisterung. Das wandelte sich aber blitzartig. Sämtliche guten Vorsätze, Reuegedanken und Besserungsabsichten führte die große Frauenschar gleich auf einmal vor Augen. Fast wie bei einem Militäraufmarsch lieferten die Sportlerinnen auf ihren Trampolins synchrone Bewegungsabläufe, die atemlos machten.

Als die Vorstellung zu Ende war, dauerte es lange, bis sich die Zuschauer davon wieder erholten. Selbst während der Mitternachtsshow des Faschingsvereins mochte es in so manchen Köpfen noch spuken, welch gigantischen Einsatzes und welcher Überwindung es bedarf, um derart Akrobatisches und Sportliches präsentieren zu können. Doch die große VFV-Familie heizte und feuerte die Stimmung eindrucksvoll und begeistert immer wieder an, so dass auch dieser Funke schließlich eine Chance hatte.

Noch um 2 Uhr bot sich ein volles Tollhaus und die Besucher vergnügten sich sichtlich auf Tanzparkett, an beiden Bars oder beim Weißwurst-Essen. Am "Wiederaufbau" in der Stadthalle hatten auch die "Urwaidler" bei ihrem Debüt nicht unerheblichen Einfluss. Die kurzen Tanzrunden am Beginn hielten die Spannung hoch und ließen bei den Gästen Raum zum Warmwerden untereinander bei den Unterhaltungen an den Tischen. Als das Quintett dann richtig loslegte, waren alle voll bei der Sache. Durch die Show der eigenen Jugendgarde und den Gastauftritt des "Froschkönig-Ensembles" aus Plößberg genoss der Rosenmontagsball allerhöchsten Unterhaltungswert.

Dank an treues Publikum


Der zum Bon(d)sai degradierte Prinz Tobias I. trug das nahende Ende mit Fassung und bestach erneut bei seiner Co-Moderation mit Vizepräsident Mattes Brümmer, was seine Abschiedsworte eindeutig untermauerten: "Ich sag's jedes Mal wieder gerne. Ohne euch wäre der ganze Fasching nix. Der kräftigste Applaus und das größte Dankeschön gilt euch, unserem treuen Publikum."

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie
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