Sanierung der Laufbahn im Sportzentrum Vohenstrauß
Dumm gelaufen

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (rechts) und Außendienstleiter Karl Frey zeigten ein Stück Belag, das auf der Hürdenbahn im Sportzentrum ausgewechselt werden musste. Bild: tss
Vermischtes
Vohenstrauß
26.10.2016
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Mit besonderen Hürden auf der 110-Meter-Bahn im Vohenstraußer Sportzentrum kämpft die Stadt seit der Generalsanierung: Im Startbereich, auf den ersten 60 Metern und am Ende der Auslaufstrecke hat der Kunststoffbelag teilweise Blasen geworfen.

Nach der Fertigstellung im November 2015 war laut einem Gutachter noch alles in Ordnung. "Aber als der Winter vorbei war, löste sich die Kunststoffschicht vom Asphalt", informierte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer in einem Pressegespräch.

Subunternehmen insolvent


"Die Mängelbeseitigung zog sich unendlich lange hin", bedauerte der Rathauschef. Statt drei Monaten, die für die Sanierung geplant waren, sind nun schon eineinhalb Jahre vergangen. Ein Grund war unter anderem die Insolvenz des Subunternehmens, das den Kunststoffbelag aufgebracht hatte. Ein weiterer Sachverständiger habe empfohlen, abzuwarten, welche Vorschläge der Hauptauftragnehmer mache, um die Schäden auszubessern. Die Kommune wollte auf der 110-Meter-Bahn den kompletten Belag erneuert haben, was die Firma allerdings abgelehnt hatte, berichtete das Stadtoberhaupt.

Akzeptabler Kompromiss


Schließlich kam es nun zu einem "akzeptablen Kompromiss": Die Stellen, an denen sich die Blasen gebildet hatten, werden herausgeschnitten, die Bahnen 2 bis 5 abgeschliffen und am Ende dann neu beschichtet. Diese Maßnahmen hätten insgesamt drei Tage gedauert und sollen nun jahreszeitlich bedingt erst im Mai 2017 über die Bühne gehen.

Die am stärksten betroffenen Bereiche am Start haben daher nur einen provisorischen, wasserundurchlässigen Belag erhalten, damit die Flächen wieder verkehrssicher sind. "Schulen können die Bahn nutzen", versicherte Wutzlhofer. Darüber, wie die Schäden entstanden sind, können die Verantwortlichen im Rathaus nur spekulieren. Vermutlich war es ausgelaufener Treibstoff von den Baumaschinen der verhinderte, dass sich Asphalt- und Kunststoffschicht richtig miteinander verbinden.

Bleibt zu hoffen, dass auf der 400-Meter-Bahn keine Schäden auftreten. Allerdings hat die Stadt vier Jahre Garantie bekommen. Die Sanierung der Anlage (Laufbahnen, Weitsprung- und Kugelstoßbereich) hatte 450 000 Euro gekostet. Dazu gab es 190 000 Euro Zuschuss.
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