Schreckliches Szenario an der Oberlinder Unterführung nur Übung
Drei schwerverletzte Personen

Eine filmreife Vorführung eines Unfallszenarios diente den Wehrleuten als Übung. "Gott sei Dank nur eine Übung", schnauften die Anwohner am Ortsrand von Vohenstrauß tief durch. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
07.07.2016
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Es zählt jede Minute, als die Leitstelle die Vohenstraußer Feuerwehr informiert. Bei der Oberlinder Unterführung an der Umgehungsstraße hat es gekracht. Es gibt drei Schwerverletzte und eine Person ist vermisst.

Die Stützpunktwehr rückte mit zwei kompletten Rüstzugeinheiten zum Unfallort aus, um die Verletzten aus den total beschädigten Unfallwracks zu retten. Von der Brücke war ein Golf auf die Straße an der Brückenunterführung in Richtung Oberlind geknallt. Der Corsa, der mit drei Personen besetzt war, konnte nicht mehr ausweichen.

Dahinter befand sich zu allem Unglück ein Traktor, der den Corsa mit seinem Frontlader an die Brückenwand schob. Der Golf überschlug sich an der steilen Böschung und blieb seitlich liegen. Unter Schock entfernte sich der Traktorfahrer vom Unfallort und irrte in der Gegend umher.

Viel Mühe gaben sich die eingeweihten Feuerwehrkräfte, diesen Unfall zu inszenieren. Denn erst als die Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, durchschauten sie, dass es sich um eine Übung handelte. Allerdings verlangte auch diese von den Feuerwehrkräften hohen Einsatz.

Das Blaulicht schreckte auch die Anwohner auf, die aufgeregt über die Felder herbeieilten. Stadtkommandant Mario Dobmayer will mit derartigen Übungen, die Schlagkraft und die Einsatzfähigkeit der Stützpunktwehr weiter voranbringen. Vor allem die Handhabung mit den verschiedensten Hilfsgeräten müsse den Einsatzkräften in Fleisch und Blut übergehen. Die Schwierigkeit lag insbesondere darin, gleichzeitig aus zwei Fahrzeugen die Verletzten zu befreien.

Nur wer derartige Szenarien übe, könne auch im Ernstfall bei Großeinsätzen die Ruhe bewahren. Den abgängigen Traktorfahrer aufzuspüren, war an diesem Abend sicherlich das leichteste Unterfangen. Kreisbrandmeister Martin Weig verfolgte das Geschehen genau und zeigte sich sehr zufrieden mit den Wehrleuten.
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