Schutzhaus Silberhütte braucht aufwendige Sanierung - Reperaturstau auf 100.000 Euro angewachsen
Silberhütte: OWV denkt an Verkauf

Das Schutzhaus Silberhütte am Fuße des Entenbühls, unweit der Altglashütte zwischen Flossenbürg und Bärnau, muss dringend saniert werden. Weil der Oberpfälzer Waldverein das Geld dafür offenbar nicht hat, will er nun in Verkaufsverhandlungen mit möglichen Interessenten treten. Ein Angebot liegt bereits vor. Bild: nm
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Vohenstrauß
01.06.2015
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Vohenstrauß. (dob) Das Schutzhaus Silberhütte wird für den Oberpfälzer Waldverein zunehmend zum Klotz am Bein. Das 1932 errichtete Gebäude braucht dringend eine aufwendige Sanierung. Der Heimatverein denkt jetzt plötzlich doch ernsthaft an einen Verkauf.

In der Delegiertenversammlung in Vohenstrauß überraschte Hauptvorsitzender Armin Meßner mit dieser Ankündigung. Er erbat für den Vorstand ein positives Votum der Zweigvereine, um auszuloten, wie die Chancen für einen Verkauf stünden. "Der Vorstand würde das jetzt gerne auch in Betracht ziehen", stellte Meßner klar. Es heiße aber noch lange nicht, dass wirklich verkauft werde: "Es ist kein Verkaufsantrag."

Mietminderung

Laut Meßner ist der Reparaturstau inzwischen auf 100.000 Euro angewachsen. Diese Summe sei für den Hauptverein kaum mehr zu schultern. Der OWV-Chef schilderte die angespannte finanzielle Lage im Zusammenhang mit der Silberhütte. Seine erfolgte Wiederwahl - Meßner ist seit zwölf Jahren im Amt - geriet dabei fast zur Nebensache. Die ungünstigen Witterungsverhältnisse im Winter und die wegen der Sanierung gesperrte Staatsstraße hätten dem Pächter und Wirt Miro Maly leider nicht das Geschäft gebracht, das er sich bei der Übernahme vor zwei Jahren erhofft hatte. Außerdem beklagte der Gastronom Schäden am renovierungsbedürftigen Schutzhaus. "Eine Mietminderung war die Folge", informierte Meßner. Zwar erscheine die Hütte auf den ersten Blick gut in Schuss, doch bei genauerem Hinsehen entdecke man viele verborgene Mängel. "Wir sind zur Instandhaltung verpflichtet", machte Meßner die schwierige Lage deutlich. Die vom Wirt gemeldeten Mängel müssten eigentlich umgehend abgearbeitet werden. Dies sei aber mit vielen Kosten verbunden.

Klares Ergebnis

Meßner verhehlte auch nicht Probleme mit der Langlaufgemeinschaft, die den OWV-eigenen Parkplatz nutze, ohne dafür zu bezahlen. Die Abstimmung der 35 anwesenden Zweigvereine (von insgesamt 55) mit 571 Stimmen aus den Zweigvereinen und 23 aus dem Hauptverein brachte dann doch ein klares Ergebnis. 306 Delegierte folgten dem Antrag für die Aufnahme der Verkaufsverhandlungen, 213 waren dagegen, und 33 enthielten sich. Damit kann Meßner nun in Sondierungsgespräche eintreten.
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