Segen für neues Pfarrheim
Gottes Geist zieht ein

Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer erteilte dem neuen Pfarrheim den kirchlichen Segen.
Vermischtes
Vohenstrauß
28.06.2016
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Eines fällt Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im neuen Pfarrheim gleich auf: das von Günter Mauermann geschaffene Bronzekreuz. Es bildet den neuen Mittelpunkt im Pfarrsaal. In den Mittelpunkt rücken am Sonntag aber auch noch viele Gläubige.

Um das neue Pfarrheim zu bauen, halfen viele fleißige "Engel" zusammen. Darauf war Dekan Alexander Hösl am meisten stolz. Ihnen galt der Dank des Seelsorgers. In erster Linie nannte er die Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Günter Hassmann und dessen Mannschaft mit Martha Bauer, Thomas Bierler, Werner Hanauer, Helmut Stubenrauch und Helmut Wildenauer. In der gesamten Bauphase sei auch Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer eng eingebunden gewesen.

Unzählige Stunden ihrer Freizeit in den vielen Sitzungen, Planungen und Besichtigungen mit Architekt Josef Schönberger brachten alle ein. Letzterer habe in seiner Ehefrau eine sehr gute Beraterin. Damit Gottes Geist in das neue Haus einzog, rief Bischof Voderholzer den kirchlichen Segen auf die Menschen, die dort ein- und ausgehen werden, herab. Danach besprengte er alle Räumlichkeiten mit Weihwasser.

Heute gebe es wahrlich einen Grund zu feiern, hob Schönberger hervor. Denn nach der Segnung stehe der Nutzung dieses Zweckbaus, der auch das Stadtbild präge, nichts mehr im Wege. Ein dickes Lob bekam Pfarrsekretärin Monika Herrmann vom Architekten für die verwaltungstechnische Begleitung. Man müsse weit gehen, um auf eine derart exzellente und mustergültige Bürokraft zu stoßen.

Korbinian Schönberger, der die Außenanlagen begleitete, überreichte mit seinem Vater symbolisch den Schlüssel an Dekan Hösl. Gesperrt wird das Pfarrheim allerdings nicht mehr mit Schlüsseln, sondern per flexiblem Chip-System. Der Tag der Segnung stand für Bürgermeister Andreas Wutzlhofer für Zuversicht und Hoffnung. Er bestätigte der Pfarrgemeinde zugleich, dass sie mit dem Bau viel Mut bewiesen habe. "Es wurde ein Gebäude mit sehr hohem Stellenwert geschaffen", lobte der Rathauschef.

Die Vorgehensweise sei für ihn ein deutliches Zeichen von Weitblick und Nachhaltigkeit, aber gleichzeitig auch ein großes Vertrauen in die eigene Zukunft. Das Gebäude füge sich harmonisch in das Umfeld ein und sei architektonisch überaus gelungen. Mit seiner geschmackvollen, stimmigen und funktionellen Bauweise könne es in den kommenden Jahrzehnten vielfältigen Bestimmungen gerecht werden.

Solidarsystem funktioniert


Kirchenpfleger Hassmanns Aufgabe war es, die Baukosten in Erinnerung zu rufen. Gerade in einer Zeit der kritischen Auseinandersetzung mit der Kirchensteuer betonte er, dass ein Großteil des Gelds wieder an die Pfarreien zurückfließe. Vohenstrauß sei eine von 750 Seelsorgestellen in der Diözese. Aus diesem großen Topf profitierten gerade die kleineren Filialgemeinden wie Waldau oder Oberlind. Durch das Solidarsystem kämen auch sie in den Genuss einer Förderung.

Die Gesamtkosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro für das Pfarrheim bezuschusst die Bischöfliche Finanzkammer aus Kirchensteuermitteln mit 45 Prozent. Den Rest schultert die Kirchenstiftung aus Eigenmitteln und Spenden, die sich mittlerweile auf knapp 200 000 Euro belaufen.

Den Glückwünschen für das neue Haus schloss sich auch Landrat Andreas Meier an, der sich angesichts der fortgeschrittenen Zeit sehr kurz fasste. Im 50. Jubiläumsjahr des Goldenen Buchs der Stadt verewigte sich anschließend Diözesanbischof Voderholzer natürlich auch noch.

Beim Bischofsbesuch erinnerte Dekan Alexander Hösl im Pontifikalgottesdienst an den Pastoralbesuch des Regensburger Würdenträgers vor drei Jahren in der Region. So sei er damals mit ihm auch in der Stadtpfarrkirche gewesen.

Dort ließ er den Seelsorger beim Verlassen des Gotteshauses wissen: "Herr Pfarrer, die Kirche bräuchte auch mal wieder eine Renovierung." Freilich wäre der Bischof heute wahrscheinlich lieber gekommen und hätte eine renovierte Kirche vorgefunden, vermutete der Geistliche.

Deswegen versicherte er: "Unser Herzstück, unsere schöne Kirche, wird das nächste Projekt sein, welches wir wieder gemeinsam anpacken wollen. Das ist fest in unseren Köpfen drin." Dekan Hösl verband mit dieser Aussage gleich die Einladung zu einer Messe in der dann renovierten Kirche in naher Zukunft.

Darauf entgegnete Rudolf Voderholzer: "Wir können das so planen. Ich bin aber gespannt, was mein Finanzdirektor dazu sagt." Nicht minder schlagfertig antwortete Dekan Hösl: "Der soll den Geldkoffer mitbringen." Später schränkte der Bischof im Pontifikalgottesdienst jedoch ein: "So schlecht schaut die Kirche auch noch nicht aus."

Es wurde ein Gebäude mit sehr hohem Stellenwert geschaffen.Bürgermeister Andreas Wutzlhofer
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