Sieben Feuerwehren feiern mit
Zu Ehren des heiligen Florian

Die Feuerwehren der Großgemeinde Vohenstrauß zogen mit Fahnenabordnungen in die Pfarrkirche, wo sie einen Gottesdienst zu Ehren des heiligen Florian feierten. Bild: dob
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Vohenstrauß
09.05.2016
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Die sieben Feuerwehren der Großgemeinde Vohenstrauß feierten das Namensfest des heiligen Florian am Freitag und leiteten die Feier mit einem Standkonzert der Jugendblaskapelle Roggenstein, unter Leitung von Josef Wolfrath, vor dem Rathaus am Marktplatz ein.

"Was hat eigentlich der Florian mit der Feuerwehr zu tun?", fragte Dekan Alexander Hösl, nachdem die politischen Vertreter der Stadt mit den Feuerwehren, ihren Bannern und Fahnen nach einem gemeinsamen Zug in das Gotteshaus eingezogen waren. Auf Abbildungen sei der Heilige stets mit einem Wassereimer ausgestattet, sagte der Geistliche, der die Feuerwehrleute in der katholischen Stadtpfarrkirche in Empfang nahm.

Im Fluss ertränkt


Wer Märtyrerbilder anschaue, könne feststellen, dass sie meist einen Hinweis tragen, wie die Betroffenen ums Leben kamen. Und genau da liege auch der Schlüssel zum Rätsel um den Wassereimer. Denn Florian wurde mit einem Mühlstein um den Hals im Fluss ertränkt. Florian war kein Feuerwehrmann, sondern ein vorbildlicher Christ.

Die Gemeinsamkeiten zwischen einem guten Christen und einem Feuerwehrmann hörten die Gläubigen in der Lesung aus dem Epheserbrief, den der evangelische Stadtpfarrer und aktive Feuerwehrmann Peter Peischl vortrug. Feuerwehrmänner sind immer in Bereitschaft und das präge ihr Leben, führte Dekan Hösl in seiner Predigt aus. Man wisse nie, wann die Sirene Alarm schlage. Auch zum Christsein gehöre so eine Bereitschaftshaltung. "Ein Christ soll immer bereit sein, denn Christen sind immer und überall gefragt, auch im Alltag."

Die Feuerwehr werde auf ihre Einsätze vorbereitet und dafür ausgerüstet, und auch Gott schicke die Christen nicht unvorbereitet los und rüste sie entsprechend aus. Mit dem "Panzer der Gerechtigkeit", mit Stiefeln, die für die Motivation stehen, mit dem "Schild des Glaubens".

Glaube hilft


Wer sich engagiere, setze sich dem Leid aus. Manche Bilder bei Einsätzen werde man nicht mehr los. Da könne der Glaube helfen. Nicht als eine Art Scheuklappe oder falscher Trost. Vielmehr eröffne einem der Glaube das Gespräch mit Gott. Auf ihn dürften wir alle vertrauen und ihm alle Menschen anempfehlen, denen wir nicht helfen können, sprach Dekan Hösl allen Feuerwehrkräften und den Gläubigen Mut und Hoffnung zu.

Stefan Urbaneck von der Roggensteiner Wehr übernahm die Fürbitten und Gerhard Stahl von der Vohenstraußer Stützpunktwehr die Meditation. Im Anschluss trafen sich alle Wehren zum gemütlichen Beisammensein im Gasthof "Drei Lilien".
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