Silvesterempfang des Roten Kreuzes in Vohenstrauß
Gleiches Recht für alle Helfer

Vermischtes
Vohenstrauß
04.01.2016
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Fast gebetsmühlenartig bemühte sich BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath bei den Weihnachts- und Silvesterempfängen des Roten Kreuzes die Verlegung des Rettungswagenstandorts infolge des Trust-Gutachtens ins rechte Licht zu rücken und Vohenstrauß weiterhin als zentralen Anlauf für die Bereitschaft festzuzurren.

Die Helfergleichstellung legte die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Gabriele Kreuzer beim SPD-Empfang im Rotkreuzhaus den Politikern mit Bundestagsabgeordnetem Uli Grötsch und der Landtagsabgeordneten Annette Karl besonders ans Herz, nachdem sie mit den amtierenden Wachleiter Manfred Bäumler die beeindruckenden Zahlen der Rotkreuzgemeinschaft vom abgelaufen Jahr kundgetan hatte.

Grüße übermittelte sie vom Bereitschaftsleiter Johann Ram, der noch immer seit dem schweren Unfall gehandicapt sei. "Was sie und ihre Leute für die Menschen in der Region geleistet haben, ist unschätzbar wertvoll", erkannte Grötsch. Nur wenige Stunden zuvor sei der neue Rettungswagenstandort in Lohma-Siedlung in Betrieb gegangen. Für die SPD werde jedoch zum Silvestertag 2016 auch wieder Vohenstrauß Treffpunkt sein, stellte Grötsch außer Frage.

Ein großes Kompliment hielt der Bundestagsabgeordnete für die Jugendnachwuchsarbeit vor Ort bereit. Sie zeige die Attraktivität des Ehrenamtsdienstes beim BRK mit einer kontinuierlichen Entwicklung. Grötsch würde sich eine finanzielle Unterstützung der HvO durch die Kommunen, ähnlich wie für die Feuerwehren wünschen. Die HvO-Standorte seien dicht vernetzt und mittlerweile unentbehrlich.

Anspruch auf Freistellung


Doch diese Kräfte seien in der Flüchtlingshilfe an ihre maximalen Grenzen gestoßen und müssten endlich durch Hauptamtliche Ruhepausen verordnet bekommen. Derzeit zahle der Bund pro Flüchtling 670 Euro an die Länder. Weiter sehe er keinen logischen Grund, warum die Ehrenamtlichen der Hilfsorganisation nicht den Kräften der Feuerwehr gleichgestellt werden könnten und einen Anspruch auf Freistellung von ihrer Arbeit gegenüber ihrem Arbeitgeber erhalten, wenn sie von der Integrierten Leitstelle in ihrer Arbeitszeit zum Einsatz gerufen werden. Zugleich forderten die Helfer einen Anspruch auf Lohnfortzahlung wie es für ehrenamtliche Feuerwehrleute seit langem gelte. In der Landtagsfraktion sei die Durchsetzung dieses Verlangens sehr hoch angesiedelt. Helfer der ersten und zweiten Klasse dürfe es nicht geben, bekräftigte Landtagsabgeordnete Annette Karl.

Die Standortverlagerung nach Lohma-Siedlung werden Grötsch wie auch Karl genau im Auge behalten und wenn nötig, eine Nachsteuerung verlangen. Franz Rath bat vorwärts zu blicken. Die BRK-Mannschaft sei jedenfalls hochmotiviert. Ob sich der neue Standort bewähre, werde sich herausstellen. Jedenfalls könnten sich die Vohenstraußer Bürger weiterhin sicher fühlen. Für ihn sei es wichtig gewesen, alle Arbeitsplätze zu erhalten, was mit dem Zuschlag für das Rote Kreuz gelungen ist. Deswegen wolle er nun mit viel Optimismus in die folgenden Jahre blicken.

Ehrenamtliche wichtig


Der stellvertretende Kreisbereitschaftsarzt Dr. Richard Pruy rechnete die gigantisch erbrachten Stunden der Gemeinschaft hoch und kam locker auf eine halbe Million Euro, die damit eingespart wurden. Dies sei nur durch den bemerkenswerten Zusammenhalt der Gemeinschaft möglich gewesen. "Ohne Ehrenamtliche wäre längst das gesamte System zusammengebrochen", schlussfolgerte er. Um den Bürgern eine optimale Hilfe gewähren zu können, würden im Frühjahr die HvO-Standorte in Leuchtenberg und Vohenstrauß in Betrieb gehen, die ebenfalls ehrenamtlich vom BRK bewerkstelligt und ein Gewinn für die Bevölkerung sind.

Die Waidhauser Bürgermeisterin schlug ebenfalls in diese Kerbe und lobte die schlagkräftige Truppe in ihrer Marktgemeinde. "Es kann nichts Besseres passieren, als neue HvO-Standorte zu bekommen. Allerdings müssten dafür staatliche Gelder fließen, denn es könne keinesfalls alles über Spenden finanziert werden." Ihre Kommune bezuschusse bereits die HvO, informierte sie.
Was sie und ihre Leute für die Menschen in der Region geleistet haben, ist unschätzbar wertvoll.Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch
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