Sommerfest der "Wilden Wichtel"
„Fido“ schnell wieder ruhig

Selbst ein Gewitterregen konnte den Mädchen und Buben im Waldkindergarten "Wilde Wichtel" nichts anhaben. Dekan Alexander Hösl mit der Regenbogenstola segnete das Waldkindergartenareal und die neue Brotzeitüberdachung.
Vermischtes
Vohenstrauß
27.07.2016
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Die "Wilden Wichtel" haben ja schon einiges erlebt. Beim Sommerfest standen sie erneut vor einer ganz besonderen Aufgabe.

Unter den "Wilden Wichteln" sind mittlerweile mit Sissa, Kilian und Jonathan drei schlaue "Vorschulfüchse", die beim Sommerfest mit Segnung der Brotzeitunterkunft und einer kurzen Andacht zum Beginn des Waldkindergartenfests ins Schulleben verabschiedet wurden. Fördervereinsvorsitzende Petra Hager begleitete mit der Gitarre das Kinderkirchenlied "Laudato si".

Mit Leiterin Sonja Rothbauer und dem Erzieherteam beschäftigten sich die Mädchen und Buben in den vergangenen Wochen mit der Schöpfungsgeschichte. Dekan Alexander Hösl trug passend dazu seine Regenbogenstola und leitete die Andacht mit dem Spiel "Ich sehe was, was du nicht siehst" ein. Bäume, Erde, Sonne, Mond, Sterne, das Meer, die Tiere - alles zusammen mache die Welt wertvoll und schön. Reinhard Kick trug die Lesung vor. Seine Tochter Johanna zeigte eine Spannrahmenarbeit der Kinder, auf der sie mit Fingerfarben ihren Daumenabdruck hinterließen.

Ort des Spielens


Nach der Andacht dürfe sich darauf auch jeder Teilnehmer verewigen, sagte der Geistliche. Die drei "Vorschulfüchse" formulierten mit den Erziehern ihre Bitten. Der Regenbogen sei das Bundeszeichen Gottes. Jedes Kind bekam abschließend vom Geistlichen ein Bild und einen Regenbogenstift zum Ausmalen. Anschließend segnete Dekan Hösl das gesamte Areal und vor allem für die Menschen, die diese Fleckchen Erde nutzen, damit er "ein Ort des fröhlichen Lernens und Spielens" sei.

Rothbauer erzählte, dass die "Wilden Wichtel" schon einiges erlebt hätten, auch Gefährliches, denn "Fido", der Drache, habe sich auf dem Waldplatz eingeschlichen und könne nur durch eine Beruhigungsspritze gezähmt werden. Mit dem Singspiel "Wenn Drachen aus dem Schlaf erwachen" überraschten die Kinder die Gäste. Großer Applaus war ihnen sicher.

Hager drückte mit einem Zitat von Henry Ford aus, was hier in den vergangenen drei Jahren geschaffen wurde: "Zusammenkommen ist Beginn, zusammenbleiben ist Fortschritt und zusammenarbeiten ist Erfolg." Die Vorsitzende des Fördervereins blickte auf ein Jahr voller Erfolg und Aktivitäten zurück. Ob es nun die Arbeitseinsätze auf dem Waldplatz waren, das Heranschaffen von Weidenruten, Hackschnitzel organisieren oder die Parkplatzsituation verbessern und Sand für die Kinder heranschaffen genauso wie die Hauptaktion, den Bau der Brotzeitüberdachung.

Ihr mache es riesigen Spaß, dieses Ehrenamt auszufüllen, da ein starker, aktiver Vorstand sowie ein Elternbeirat hinter ihr stünden und weil Eltern und Großeltern jederzeit bereit seien, Aufgaben weit über das Normale hinaus zu leisten. "Das macht diesen Waldkindergarten so besonders", meinte Hager. Die stets offene und ehrliche Art und Kommunikation "mit unseren drei Waldtanten" (Erzieherinnen) und der enge Kontakt untereinander sei maßgeblich für den Erfolg.

Nur glückliche Kinder


Seit dem ersten Tag sehe sie an diesem Ort nur glückliche Kinder. Jeder werde für sich gesehen und angenommen. "Den Anderen nicht gleich einordnen, in einen Rahmen pressen, mit einem Etikett versehen. Es geht um einen Menschen. Einen Menschen mit eigenem Namen, eigenem Gesicht, eigenem Geheimnis. Einen Menschen, der eine ganze Welt vertritt."

Beim Bau der Überdachung erlebte Hager, wie viele Menschen bereit sind zu geben, wenn es um Kinder gehe, informierte sie begeistert von Material- und Geldspenden und noch mehr über Arbeitsleistungen. Aus Dankbarkeit und als Zeichen der Aufmerksamkeit überlegten sie sich, allen Spendern für die Unterstützung eine "Wichtel"-Tasse zu schenken.
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