Sportschützengrenzgau Vohenstrauß feiert 90-jähriges Gründungsjubiläum
Auch mit 90 noch gut in Schuss

Gauschützenmeister Stefan Brandmiller (links) freute sich über die Glückwünsche von Bezirksschützenmeister Harald Frischholz (rechts) und dessen Stellvertreter Wolfgang Weiß zum 90-jährigen Bestehen des Sportschützengrenzgaus Vohenstrauß. Bild: dob
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Vohenstrauß
20.09.2016
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Der Sportschützengrenzgau Vohenstrauß ist mit 3046 Mitgliedern in 23 Vereinen eine aktive und vitale Gemeinschaft. In der Friedrichsburg feierten die Verantwortlichen nun das 90-jährige Bestehen.

Vohenstrauß
. (dob) Die "Zoigl-Blosn" aus Eslarn spielte zur Unterhaltung auf. Gauehrenschützenmeister und Bezirksehrenmitglied Michael Olbrich rief die vergangenen neun Jahrzehnte mit vielen sportlichen Glanzpunkten und auch weniger Erfreulichem in Erinnerung.


Vor Gründung des Grenzgaus im damaligen Landkreis Vohenstrauß gab es sieben Schützengesellschaften und -vereine: Vohenstrauß, Pleystein, Waidhaus, Eslarn, Pfrentsch, Waldau und Moosbach. Als 1. Gauschützenmeister wurde am 21. Februar 1926 Hans Löffelmann mit der Führung des Gaus, der zum Oberpfälzer Schützenbund gehörte, beauftragt. Dem neuen Gau traten Vohenstrauß, Pleystein, Waidhaus, Eslarn, Neuenhammer, Pfrentsch, Moosbach, Burgtreswitz, Roggenstein, Braunetsrieth, Tännesberg, Waldthurn und Saubersrieth bei.

Wiedergründung 1952


Am 17. Dezember 1933 erfolgte die Auflösung der Schützenverbände. Im September 1950 gründete sich in München der Bayerische Sportschützenbund, und auch die Schützenvereine in der Region lebten wieder auf. Löffelmann rief am 13. Januar 1952 zur Wiedergründung des Gaus auf. 1962 beschlossen die Mitglieder, zum Bayerischen Sportschützenbund überzutreten. 1. Gauschützenmeister des Sportschützengrenzgaus wurde Rudi Zimmermann. 1970 trat Georg Bock aus Putzenrieth als Chef an. 1972 traf sich der Bezirk Oberpfalz zum Bezirksschützentag in Vohenstrauß. Der Gau hatte damals 1071 Schützen in 26 Vereinen.

Fusion abgelehnt


Zwei Jahre später war der Landkreis Vohenstrauß Geschichte. Im Nachbargau melden sich erste Begehrlichkeiten, den Sportschützengrenzgau dem Nordgau Weiden einzuverleiben. Eine Fusion wurde jedoch abgelehnt und der Gau blieb selbstständig. 1976 stand das 50. Jubiläum an, bei dem eine Standarte gesegnet wurde. Auf der Vorderseite ist die Friedrichsburg und auf der Rückseite der Drachentöter St. Georg auf weißem Ross sitzend und einen grünen Drachen mit seiner Lanze durchbohrend abgebildet.

1984 starb Gauschützenmeister Bock. Nachfolger wurde Olbrich. 1987 war der Sportschützengrenzgau der erfolgreichste auf Bezirksebene. 2005 übernahm Johann Gösl das Gauschützenmeisteramt. Er baute den Roggensteiner Schützenverein von 63 zu einem der stärksten in Bayern mit 481 Angehörigen aus. Die Mitgliederverwaltung delegierte er damals, unterschrieb aber die Meldungen zum BSSB als Schützenmeister. Das wurde ihm zum Verhängnis, der damalige Landesschützenmeister berief Gösl von dessen Amt ab. Bis heute ist Olbrich mit diesem Verhalten im Umgang mit einem sehr verdienten Schützen nicht einverstanden.

Stefan Brandmiller aus Gebhardsreuth wurde 2012 Gösls Nachfolger. Vorläufiger Höhepunkt in der Gaugeschichte dürfte der Bezirksschützentag 2016 mit Wahl eines neuen Bezirksschützenmeisters in Pleystein gewesen sein. "90 Jahre sind wahrlich ein Grund zu feiern", fand Bürgermeister Andreas Wutzlhofer.

Bezirksschützenmeister Harald Frischholz gratulierte ebenfalls zum Jubiläum. Er dankte Gauehrenschützenmeister Gösl für dessen stets klaren Worte, die er "bis nach oben" vertrat. Mit seinem Stellvertreter Wolfgang Weiß überreichte Frischholz unter anderem ein kleines Tischbanner als Geschenk.
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