Tschechische Krankenpflegeschüler bei Dr. Loew
Größtes Handicap die Verständigung

Während Krankenpflegeschülerin Gabriela (rechts) den Blutdruck bei einem Bewohner misst, blättert ihre Schulkameradin Veronika (links) ein Bilderbuch durch. Leiter Uwe Trautner (hinten, rechts) will trotz der sprachlichen Barrieren am Austausch mit Tschechien festhalten. Lehrer Vladimir Kasik (hinten, links) begrüßt diese Meinung.
Vermischtes
Vohenstrauß
07.06.2016
19
0
In der Pflegeheimeinrichtung von Dr. Loew, Soziale Dienstleistungen, Am Leraubach 1, sind erstmals tschechische Praktikanten von der Střední škola živnostenská a Základní škola aus Planá eingesetzt. „Es ist der Fachkräftemangel, der unsere Fühler ausstrecken ließ“, informierte der Leiter der Einrichtung vor Ort, Uwe Trautner. Zuerst nach Portugal. Mittlerweile seien bei Dr. Loew in den verschiedenen Einrichtungen und Häusern acht Pflegekräfte aus dem Westen der iberischen Halbinsel beschäftigt. Auf der Bildungsmesse in Pilsen im November 2015 nahm Uwe Trautner Kontakt mit der Pflegefachschule in Plana auf und im Gespräch mit Schulleiterin Ing. Petra Pechová wurde die Idee geboren, Pflegeschülern die Möglichkeit für einen Austausch zu geben. Schon vor 14 Tagen waren sechs Schüler aus dem dritten Ausbildungsjahr in der Einrichtung. Sie befinden sich derzeit in der Prüfungsphase, berichtete Uwe Trautner. Mit ihnen sei die Verständigung kein Problem gewesen, da alle sehr gut Deutsch sprachen. Anders bei der jetzigen Gruppe. Die sechs Krankenpflegeschüler kommen aus dem zweiten Ausbildungsjahr. Allerdings sei diesmal die Verständigung das größte Handicap, so Trautner. Begleitet wurden sie am Montag von Vladimir Kasik, Lehrer für Deutsch, Englisch, Marketing, Ökonomie und Betriebswirtschaft. Nachdem der Tscheche vor einigen Jahren sechs Jahre lang in Weiden bei einer Elektrofirma beschäftigt war, spricht er sehr gut die deutsche Sprache und vermittelt zwischen den Schülern, Angestellten und Bewohnern. Trotz dieser sprachlichen Schwierigkeiten sieht Uwe Trautner das Projekt nicht als beendet an. „Wir machen definitiv weiter“. Nach ihrer Ausbildungszeit von drei Jahren seien die tschechischen Kräfte gegenüber der Deutschen klar im Vorteil, da sie fast eine Überqualifizierung in der Krankenpflegefachschule erhalten, sagte Kasik. Durch den Austausch könne bei den Schülerinnen aber jederzeit der Wunsch auf einen Auslandsaufenthalt wachsen und so würden beide Seiten Vorteile daraus ziehen können. Der Berufszweig sei in Tschechien heiß begehrt. Mittlerweile werden die Schüler in drei Klassen unterrichtet, so Kasik.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.