Ulrike Gschwendtner spricht beim Katholischen Frauenbund
Beeren nicht zu Tode kochen

Die zertifizierte Kräuterführerin Ulrike Gschwendtner (Dritte von rechts) zeigte gesunde Brotaufstriche, Kräutersalze, getrocknete Beeren und Würzmischungen oder Tees und Tinkturen aus frischen Beeren und Kräutern.
Vermischtes
Vohenstrauß
24.10.2016
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(dob) "Pflanzen haben es verdient, dass man ihnen Zuwendung schenkt", sagt Kräuterführerin Ulrike Gschwendtner. Der Katholische Frauenbund hatte sie ins Pfarrheim Waldau eingeladen. Die Weidenerin entdeckte vor einigen Jahren in der Umweltstation in Waldsassen die Faszination der Kräuter und vieler heimischen Pflanzen.

Die Expertin legte ihren Zuhörern heimische Früchte und Beeren ans Herz. Wenn man die Beeren dann nicht zu Tode koche, könne man seinen Vitamin-C-Bedarf bestens decken. Auch der Holunder sei nicht zu verachten.

Niemals hätte ein Landwirt früher einen vor seinem Hof gepflanzten Holunderbusch entfernt. Die Verehrung dieses Baums sei bis heute weit verbreitet. "Früher glaubte man sogar, dass im Holunderbusch ein Hausgeist wohnt, der die Familie vor Unglück und Schaden schützt."

Aus den schwarzvioletten Früchten wird Hollersaft gepresst - eines der besten pflanzlichen Mittel zur Stärkung der Immunabwehr. Der Saft hat antivirale Wirkung und gilt nicht nur bei grippalen Infekten als hochwirksam. Ein Schuss Saft in ein Salatdressing schaffe Abwechslung vom üblichen Geschmack, gab Gschwendtner Tipps. "Wenn man sich in der Mittsommernacht unter einen Hollerbusch legt, sieht man den Elfenkönig mit seinem Gefolge vorbeiziehen", schweifte sie auch in die mystische Welt ab. Geschwendtner hatte auch Brotaufstriche und Kräuter zum Kosten mitgebracht.

Die Fachfrau stellte auch die vielgepriesene Aroniabeere vor. "Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika, fühlt sich aber in der Region sehr wohl. Wenn sie reif sind, muss man sie unbedingt vor den Vögeln schützen, die diese Beeren lieben und sich nur zu gern darauf stürzen." Wegen ihres hohen Flavonoid-Gehalts zähle die Aroniabeere, dank der antioxidativen Wirkung zu den wichtigen Heilpflanzen.

Früher glaubte man, dass im Hollerbusch ein Hausgeist wohnt.Ulrike Geschwendtner
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