Unfall in Vohenstrauß: Skoda kollidiert mit Linienbus
Todesfahrt nach Feierabend

Der Skodafahrer kollidierte heute Mittag mit einem Linienbus. Der junge Mann verstarb noch an der Unfallstelle.
Vermischtes
Vohenstrauß
11.07.2016
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Furchtbar endete für einen 18-jährigen Moosbacher Abiturienten der erste Tag seines Ferienjobs in Weiden. Auf der Heimfahrt verunglückte der junge Mann gegen 12.35 Uhr bei einem Unfall bei Zeßmannsrieth. Er starb noch an der Unfallstelle.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte zur Unglücksstelle aus, da ein Linienbus der Firma Mädl in den Unfall verwickelt war und anfangs völlig offen blieb, wie viele Fahrgäste verletzt waren.

Fest steht bislang, dass der junge Mann mit seinem Skoda-Fabia aus unbekannten Gründen in einer langgezogenen leichten Linkskurve auf Höhe der Kreuzung Zeßmannsrieth und Remmelberg auf die Gegenfahrbahn geriet. Sein Wagen krachte frontal und mit brachialer Wucht in den entgegenkommenden Linienbus, der nur mit vier Menschen besetzt war. Kaum auszudenken: Am Morgen oder eine Stunde später, wäre der Bus rappelvoll mit Schulkindern gewesen.

Beim Aufprall wurde der Skoda zirka 40 Meter zurückgeschleudert und blieb als Wrack an der Bucht einer Bushaltestelle liegen. Der 18-Jährige wurde so schwer eingeklemmt, dass er keine Überlebenschance hatte. Der Omnibus schlitterte nach dem Zusammenstoß über den Straßengraben und krachte nach 20 Metern in einen Holzstapel. Der 30-jährige Busfahrer aus Vohenstrauß wurde eingeklemmt und erlitt schwere Beinverletzungen. Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk Weiden befreiten ihn mit vereinten Kräften.

Vier Bus-Insassen


Michael Müller aus Oberbernrieth rückte mit einem Kranschlepper an, um die starken Holzstämme vom Omnibus zu schieben. Bei den vier Fahrgästen handelt es sich um ein 13-jähriges Kind aus Letzau, eine 34- und eine 51-jährige Frau aus Vohenstrauß und Gröbenstädt sowie um einen 53-jährigen Eslarner.

Während Letzterer mit dem Schrecken davon kam, zogen sich die anderen Passagiere leichtere Verletzungen zu und kamen vorsorglich ins Klinikum Weiden. Mehrere Notärzte kümmerten sich um die Versorgung der Verletzten. Das Kriseninterventionsteam und die Notfallseelsorger um den Weidener Dekan Johannes Lukas und den Vohenstraußer Stadtpfarrer Peter Peischl überbrachten mit Polizeibeamten der Inspektion Vohenstrauß der Familie die Nachricht vom Tod ihres einzigen Sohnes.

Bis zum Abend gesperrt


Erst mit einem schweren Lastkran der Firma Adam aus Altenstadt/WN gelang es, den Omnibus zu bergen. Die Sperrung dauerte noch bis in die Abendstunden an. Vor wenigen Jahren ereignete sich unweit der jetzigen Unfallstelle ebenfalls ein tödlicher Unfall mit einem jungen Mann aus Pleystein. Das Kreuz befindet sich in Sichtweite am Straßenrand.
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