Verein Lebenswert setzt weiter auf Vorsitzende Karin Gesierich
Neuer Motivationsschub

Karin Gesierich (vorne, rechts) übernimmt auch in den nächsten vier Jahren die Führungsposition im Verein "Lebenswert". Ihr steht Josef Schmid als Stellvertreter zur Seite, neue Kassiererin wurde Nicole Krapf und Schriftführer Roberto Troll (vorne, von rechts). Bild: dob
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Vohenstrauß
20.04.2017
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Der Verein "Lebenswert" setzt die nächsten vier Jahre weiter auf Vorsitzende Karin Gesierich. Für diese gibt es in der Jahreshauptversammlung einen Motivationsschub.

(dob) Erstmals tagten die Mitglieder in den Räumen der Tagespflege-Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt (AWO). "Jetzt brauchen die Senioren, Kranken oder Behinderten wenigstens nicht mehr durch die halbe Oberpfalz gekarrt werden", freute sich Gesierich über das neue Gebäude, das in wenigen Tagen den Betrieb aufnimmt. In erster Linie seien der 2013 gegründete Verein für den Second-Hand-Laden "Brauchbar" und die Tafel, die mittlerweile ein Selbstläufer sei, zuständig.

Neuer Standort kommt an


Mit der Bekleidungsfachverkäuferin Renate Balk habe man eine Kraft gefunden, die sich mit Herz und Seele für diesen Dienst einsetze. Der Aufwand, den Balk mit dem Ladengeschäft betreibe, sei unbezahlbar. Obwohl sie als Angestellte geführt und entlohnt werde, leiste sie einen erheblichen Anteil ehrenamtlich, stellte Gesierich fest. Balk bereite die Kleidung auf, sortiere aus und biete sie ansprechend dekoriert sowie aufgemacht den Kunden an.

Seit sich das Ladengeschäft in der ersten Reihe am Marktplatz, in der ehemaligen Burgapotheke, befindet, steigerte sich der Absatz enorm und auch die Kundschaft nahm zu. Gesierich bezeichnete den Standort als Glücksfall, auch wenn sie nun eine höhere Miete bezahlen müssten.

Balk informierte, dass sich ihre Kundenkartei von 300 auf 750 erhöhte. "Alle gehen mit Freude wieder aus dem Geschäft", versicherte Gesierich. Sie sei für jede Anregung für neue Projekte dankbar, allerdings fehle ihr die Zeit diese auch durchzuführen. Wer Ideen habe, müsste gleichzeitig bereit sein, sich einzubringen. So fehlte eventuell noch ein Babysitterdienst in der Stadt.

Der Verein "Lebenswert" würde gerne solche Projekte, die den Vereinszweck erfüllen, finanziell unterstützen, stellte Gesierich in Aussicht. Es könnte sich durchaus auch um einmalige Aktionen handeln, wie zum Beispiel die finanzielle Unterstützung von Kindern aus bedürftigen Familien zu Schulausflügen. Barbara Kindl gab aber zu bedenken, dass man die Bedürftigkeit nicht so ohne weiteres prüfen könne.

Balk gab einen Überblick über den Kassenbestand, der sich durch mehrere Spenden positiv vergrößerte. Balks akribische Arbeit, trotz Verzichts auf einen Computer, würdigte Gesierich und dankte der scheidenden Schatzmeisterin.

In den nächsten vier Jahren steht wiederum Gesierich an der Spitze des Vereins. Josef Schmid unterstützt sie als Stellvertreter. Die Kassengeschäfte übernimmt Nicole Krapf, die schriftlichen Angelegenheiten führt Roberto Troll aus. Beisitzer sind Annemarie Weidl, Erika Gebauer, Renate Balk, Lorenz Ermer, Monika Gmeiner, Sonja Messer, Heinrich Rewitzer, Hildegard Lindner, Sigurd Passow und Barbara Kindl. Die Kasse prüfen Josef Kreisl und Erich Völkl.

Soziales Netzwerk


Neben der BRK-Kleiderkammer, der Tafel und dem Werkhof sei der Laden "Brauchbar" ein weiterer Beitrag für ein soziales Netzwerk, das eventuell sogar noch enger gespannt werden müsse, erklärte zweiter Bürgermeister Uli Münchmeier. Die Stadt sei sich durchaus bewusst, dass sie diese Aufgabe nie alleine leisten könnte. Für die Tafel-Ausgabestelle übernehme die Kommune heuer zum zweiten Mal die Miete im ehemaligen Seltmann-Gebäude. Ingrid Scheinkönig vom Sozialamt leiste eine unermessliche Arbeit für Hilfsbedürftige.

Mit Freude vernahm die Vorsitzende das Versprechen von Münchmeier, dass er sich für die Umfeldgestaltung am Röhrenweg neben dem neuen AWO-Tagespflege-Wohnheim im Stadtrat stark machen wolle, damit der "Schandfleck" bald der Vergangenheit angehöre. Man müsse sich überlegen, wie die Verschönerung mit den Anwohnern geschultert werden könne. Bei diesem Straßenzug handle es sich um die einzige nicht geteerte Straße, machte Gesierich deutlich. Die Äußerungen Münchmeiers wertete sie als Motivationsschub für die kommenden vier Jahre ihrer Amtszeit.
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