Verkehrsausschuss Vohenstrauß begutachtet neuralgische Punkte in der Stadt
Aufatmen in der Asylstraße

Der Verkehrsausschuss begutachtete mit Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer die Situation in der Asylstraße. Der neue Gehweg und auch der Parkstreifen daneben werden gut angenommen. Auf der anderen Straßenseite (links) darf nicht mehr geparkt werden. Es gilt ein absolutes Halteverbot. Bild: ck
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Vohenstrauß
28.09.2016
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Die Anwohner der Asylstraße atmen seit der Errichtung des neuen Gehwegs und Parkstreifens etwas auf. Die Parksituation ist klar geregelt, der Verkehr fließt gut am evangelischen Kindergarten vorbei. Für einen Anlieger fast etwas zu gut.

Hans Preßl stand bereits parat, als der Verkehrsausschuss am Dienstag die Situation in der Asylstraße begutachtete. Er monierte, dass die Autofahrer recht flott an den Anwesen vorbeirauschen. Er sei für eine Tempo-30-Zone. Dem stimmten auch zwei Mitarbeiterinnen des Kindergartens zu. Grundsätzlich seien die Anlieger aber mit der neuen Situation sehr zufrieden.

Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hatte geplant, nur ein eingeschränktes Halteverbot anbringen zu lassen. In der Diskussion kam der Ausschuss aber von dieser Idee ab, da es dann für die Bauhof-Fahrzeuge zu eng werden könnte. So bleibt es beim absoluten Halteverbot entlang der Wohnhäuser. Auf dem Parkstreifen auf der Seite des Kindergartens gibt es keine zeitliche Beschränkung. Eine Tempo-30-Zone wird in der Asylstraße nicht eingeführt. Auch Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer, der den Verkehrsausschuss berät, hatte keine Einwände.

Parkplatz für Motorräder


Anfreunden konnten sich die Ausschussmitglieder mit der Errichtung eines Motorradparkplatzes. Zur Debatte steht dafür entweder der bisherige Behindertenparkplatz in der ersten Parkbucht bei der Ausfahrt der Pfarrgasse oder etwas unterhalb ebenfalls der erste Parkplatz an der Ausfahrt der Rathausgasse. Beide Varianten werden nun geprüft.

Dr. Volker Wappmann hatte angeregt, in der Friedrichstraße Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung zu ergreifen. Es werde zu schnell gefahren. Außerdem monierte Wappmann die vielen Lastwagen, die durch die Stadt fahren. Auch "Drei-Lilien"-Wirt Georg Lindner hätte gern einen ruhigeren Verkehr für seine Hotelgäste. Wutzlhofer lehnte bauliche Mittel zur Geschwindigkeitsreduzierung kategorisch ab: "Das ist unsere Hauptverkehrsachse. Das würde kein Mensch verstehen." Allerdings werde er mit den Behörden sprechen, ob man die Straße für Lastwagen über 7,5 Tonnen sperren lassen könnte. Dobmayer warf ein, dass die Stadt in diesem Fall bereits beim Kreisverkehr ein Hinweisschild anbringen müsste.

Einstimmig beschloss der Verkehrsausschuss, dass künftig ab der Wittschauer Straße bis zum Ende der Pfarrgasse eine Tempo-30-Zone eingerichtet wird. Dies sei - auch auf Anregung der Polizei - im Umfeld von Schule, Kirche und Krankenhaus eine sinnvolle Lösung. Heinrich Rewitzer regte an, grundsätzlich solche Zonen einzurichten. Der Stadtrat und Polizist schlug vor, ein Verkehrsgutachten erstellen zu lassen.

Keine Chance hatte der Antrag von Bernhard Kleber, in der Waldthurner Straße den Gehsteig um einige Meter bis zur Kegelbahn "Triff-Nix" zu verlängern. Der Bürgermeister erklärte, dass für dieses Grundstück das Straßenbauamt zuständig sei. Die Behörde werde laut Wutzlhofer dort aber bestimmt keinen Gehweg bauen. "Triff-Nix"-Wirt Manfred Hilburger war gegen den Vorschlag, auf seine Kosten auf seinem Grundstück einen befestigten Gehweg zu errichten.

Den Antrag von Martha Bauer, in Altenstadt an der Kreuzung Buchengasse/Waldauer Straße wieder einen Verkehrsspiegel anzubringen, lehnte der Ausschuss ab. Thomas Herrmann meinte für die Stadtverwaltung, dass ein Spiegel eine "trügerische Sicherheit" vermittle. Wutzlhofer ergänzte, dass die Rechts-vor-links-Regelung als Sicherheitsfaktor ausreichend sei.

Polizei verständigen


Die vielen Falschparker bei Beerdigungen in Roggenstein waren ein weiteres Thema. Dobmayer meinte, dass das bestehende eingeschränkte Halteverbot einzuhalten sei. Ein anderes Schild würde auch nicht helfen. Es bleibe die Option, in solchen Fällen die Polizei zu verständigen.

Parkplatz-PinslerIn der Ringgasse (im Bereich der Bäckerei Fuchs) wird die Parkscheibenregelung geändert. Ein Anwohner hatte darum gebeten, die Strecke, in der eine Parkscheibe erforderlich ist, zu verkürzen. Vor Ort staunten die Ausschussmitglieder nicht schlecht: Ein Anlieger hatte zu Pinsel und weißer Farbe gegriffen, und sich auf der Straße zwei Parkplätze markiert. Polizeihauptkommissar Bernhard Dobmayer stellte klar, dass die Striche schleunigst wieder verschwinden müssen. (ck)
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