Verstorben
Trauer um Tuli Jäschke

Tuli Jäschke. Bild: dob
Vermischtes
Vohenstrauß
09.08.2016
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Vohenstrauß. Sie wird nicht nur den vielen Kunden fehlen, die sich regelmäßig in Tulis Restaurant spanische Spezialitäten munden ließen. In der Nacht zum Sonntag ist Tuli Jäschke in der Palliativstation in Neustadt/WN nach schwerer Krankheit gestorben. Die Gastronomin hatte mit Berndt Jäschke die Restaurantlandschaft in Vohenstrauß über Jahrzehnte geprägt. Am 19. Januar 1977 eröffnete das Paar mit Tulis Eltern Bernabe und Isabel Cantudo-Martinez ein Restaurant im ehemaligen Top-Kauf. Am 31. August 1984 folgte die Eröffnung in den eigenen Räumen an der Retzstraße 2. Am 5. Oktober 1988 heirateten sie standesamtlich im Rathaus.

Im spanischen Andújar geboren, kam Tuli Cantudo-Martinez als Neunjährige 1963 mit den Eltern sowie ihren Geschwistern Chari und Gigi nach Weiden. Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung bei Tabakwaren Geppert in Weiden. Am 14. Oktober 1971 traf Berndt Jäschke seine Tuli in der Max-Reger-Straße - und es war Liebe auf den ersten Blick. Als sich Berndt Jäschke nach einer schweren Erkrankung 2011 wieder ins Arbeitsleben zurückgekämpft hatte, schien alles perfekt. Doch im August 2015 kam ein weiterer schwerer Schicksalsschlag mit der Krebsdiagnose für Tuli. Fünf Operationen folgten. Statt Trübsal zu blasen, nahm sie den Kampf auf und hoffte bis zuletzt, ihn zu gewinnen.

Am Donnerstag, 11. August, um 10 Uhr ist das Requiem in der katholischen Stadtpfarrkirche, anschließend Verabschiedung auf dem Kirchplatz. Berndt Jäschke wird das Restaurant nicht schließen. "Das werde ich ganz im Sinne meiner Tuli weiterführen." Schon am Mittwochabend steht er wieder in der Pizzeria.
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