Vohenstrauß hat seit Sonntag einen Vogelpark
Sprechender Ara das Zugpferd

Mit dem Durchschneiden des roten Bandes eröffnete Bürgermeister Andreas Wutzlhofer den Vogelpark auf dem ehemaligen Taube-Gelände. Bild: dob
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Vohenstrauß
02.08.2016
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Den ganzen Tag über strömten Besucher in den neu eröffneten Vogelpark des Vereins der Vogelfreunde und -schützer. Er ist eine neue Attraktion im Stadtgebiet. Die ersten 100 Besucher erhielten ein Erinnerungsgeschenk.

Die Stadt ist um eine große Attraktion reicher. Seit Sonntag ist der Vogelpark des Vereins der Vogelfreunde und -schützer geöffnet.

Lautes Zwitschern, Tschilpen, Tirilieren und Pfeifen machte am frühen Morgen deutlich, wer in diesem Park das Sagen hat. Unbeeindruckt von den vielen Gästen saßen die mehr als 30 unterschiedlichen Vogelarten in ihren großen Volieren auf den Ästen, flatterten hin und her und trällerten fröhlich vor sich hin. Grauköpfchen, Pennantsittiche, "Princess of Wales", Königssittiche oder Rosakakadu und viele andere mehr wie die seltenen südamerikanischen Felsensittiche sind dort artgerecht untergebracht.

30-jähriges Bestehen


Vorsitzender Josef Greber wollte diese Vogelart unbedingt dabei haben und war 25 Jahre auf der Suche. In Deutschland gibt es nur drei Züchter für diese Vögel. Hauptattraktion ist aber der sprechende Gelbbrust-Ara "Marlow" von Papageienzüchter Michael Ring. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer war wie viele andere Gäste begeistert von dem, was die Vereinsmitglieder in den vergangenen Monaten auf dem ehemaligen Taube-Gelände geschaffen haben. Zugleich feierte der Verein 30-jähriges Bestehen. "Nur wer selbst erfährt, was es bedeutet, ein Tier artgerecht zu halten und nur wer weiß, wie man ein Tier ernährt und pflegt, hat eine Vorstellung vom Wert der Natur", meinte der Rathauschef.

Zum Festakt waren auch Landesverbandspräsident Edwin Kriebel aus Mengkofen und der Obmann für Exoten und Sittiche, Max Weinfurtner aus Leiblfing, gekommen. Seit fünf Jahren leitet Josef Greber höchst erfolgreich den Verein mit 217 Mitgliedern.

Die Idee, an dieser Stelle einen Vogelpark zu eröffnen, geisterte lange in den Gedanken des Vorsitzenden herum. Schon vor einiger Zeit sprach er deshalb einmal beim Bürgermeister im Rathaus vor, ob er womöglich ein derartiges Projekt unterstützen würde. Als Standort war zunächst der Waldgarten der Familie Hopf, neben dem Wohngebiet "In der Leiten", angedacht. Wegen der zu erwartenden Hürden mit Eigentumsverhältnissen oder baurechtlichen Genehmigung wurde diese Idee jedoch nicht weiter verfolgt.

In der Folge reifte die Idee, am neuen Vereinsheim den Vogelpark zu errichten. Allein schon die ausgezeichneten Platzverhältnisse, der gute Anfahrtsweg, die Nähe zum Vereinsheim und der vorbeilaufende Radweg waren beste Voraussetzungen, den Vogelpark zu errichten. Die Stadt verfolgte aus Überzeugung heraus die Arbeit des Vereins mit großem Interesse und unterstützte die Mitglieder beim Bau der Volieren kräftig. Der Verein habe ihm für Balken und Bretter rund 45 Festmeter Fichtenholz abgerungen. Bei einem Durchschnittspreis von 70 Euro pro Festmeter errechnete Wutzlhofer eine Förderung von knapp 3000 Euro.

Das Ergebnis lasse sich nun sehen. Der Verein biete gerade in "unserer temporeichen Zeit" mit seiner Anlage eine Oase, um die Vogelwelt (aber auch andere Tiere wie ein Streifenhörnchen) hautnah beobachten zu können. Voller Lob war auch Edwin Kriebel über den aktiven Vohenstraußer Verein. Zudem sei hier trotz der Übergabe an seinen Nachfolger auch der Gründer Horst Springer noch immer aktiv. Kriebel brachte als Erinnerung für diesen großen Tag eine Glasstele mit. "Wir sind froh, dass wir diesen Bürgermeister haben", gestand Vorsitzender Greber. Er zeige stets ein offenes Ohr für die Anliegen des Vereins. "Leute, die so etwas Schönes für die Natur und die Tiere zustande gebracht haben, verdienen besonderen Applaus", versicherte Georg Weiß aus Weiden, der seit Jahrzehnten Mitglied im Verein ist.

Bunte Vogelwelt


Für die Landesausstellung vom 25. bis 27. November in der Stadthalle stiftete er drei Pokale. Außerdem entließ er zwölf Brieftauben, die dem Verein Glück bringen sollten. Anschließend schnitt Wutzlhofer das rote Absperrband durch und der Park war eröffnet. Den ganzen Tag über pilgerten viele Vohenstraußer zum Mühlweg und erfreuten sich der bunten Vogelwelt. Vor allem Kinder hatten ihre helle Freude.
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