Vohenstraußer Serenadensommer
Zauber des Alphorns

Einen Bilderbuchabend mit Blasmusik erlebten die über 300 Besucher beim dritten Serenadenabend.
Vermischtes
Vohenstrauß
01.07.2016
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Der Serenadensommer scheint eine Veranstaltung der Rekorde zu sein. Noch nie zuvor strömten so viele Zuhörer zu den Aufführungen der Musikgruppen wie heuer.

Sitzplätze sind dann Mangelware, und so lassen sich die Besucher kurzerhand nicht nur auf dem Kulturhügel nieder sondern setzten sich einfach ins Gras. Kein Problem, solange das Wetter mitspielt. Am Mittwoch war bestes Sommerwetter der Garant für einen vielversprechenden Abend.

Neuer Besucherrekord


Die Blaskapelle Waldkirch hat eine besondere Rarität zu bieten: Alphornklänge. Die steuert Leiter Bernhard Träger bei. Mit mehr als 300 Besuchern stellte die traditionsreiche Formation, die im Dezember ihren 85. Geburtstag feiert, einen neuen Rekord auf. Erheblichen Anteil daran dürfte auch Moderator Christian Müller mit seiner unnachahmlichen Art gehabt haben, denn seine Witze sind hinlänglich bekannt.

Die gut gelaunten Gäste träumten sich bei wunderschöner böhmischer Blasmusik durch den Abend. Schmissig und schwungvoll eröffneten die Musikanten mit dem Egerländer Marsch. Danach erlebte das Publikum 5400 Sekunden Blasmusik vom Feinsten. Konrad und Maria Träger sangen sich beim Titel "Wir sind Egerländer Musikanten" von Ernst Mosch sofort in die Herzen der Zuhörer.

Nachdem die Blaskapelle von einem "echten Böhmen" gegründet wurde und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder auflebte, übernahm Alois Träger von 1971 bis 2009 Verantwortung an der Spitze, informierte Müller. Seither ist Bernhard Träger Chef.

"Am Galgenberg" und "Kirtagswalzer" hießen die nächsten beiden Stücke. Normalerweise würde Trägers Tochter Johanna Bauer an Müllers Stelle stehen und durchs Programm führen, verriet der Moderator. Johanna Bauer sehe aber nun Mutterfreuden entgegen und pausiere deshalb. Sie befand sich aber unter dem Publikum und verfolgte die Technikregie ihres Ehemanns Tobias Bauer ganz genau, der später auch noch am Schlagzeug zum Einsatz kam, als Stefan Holfelder mit seinem Löffel-Polka-Auftritt die Zuhörer begeisterte.

Die Schwangerschaft stachelte aber bei Müller die Idee für den nächsten Witz an. Polizisten, Zahnärzte und Stadtarbeiter - alle mussten daran glauben und den Leuten gefiel es. Spontan kam Werner Schreml von der Dießfurter Blaskapelle bei der Löffel-Polka zu Hilfe, als das Mikrofon nicht halten wollte. Auffallend viele Musikerkollegen waren im Stadtpark vertreten, darunter auch die Blaskapelle Träger aus Störnstein.

Nachdem Konrad und Maria Träger die "Sterne der Heimat" besungen hatten, setzte das Solostück "Erinnerungen" einen bemerkenswert gefühlvollen Akzent. Den "Alphornzauber" von Träger nahm das Publikum begeistert auf und spendete tosenden Beifall.

Zwei Zugaben


"Kannst du Knödel kochen?" und "Liebe und Musik" waren weitere Gute-Laune-Lieferanten. Bei Moschs "Auf der Vogelwiese" griff Müller zum Mikrofon und stimmte als Sänger mit ein. Lautstark forderte das Publikum zwei Zugaben ein. Das absolute Lieblingslied aller Zuhörer, "Böhmischer Traum", folgte. "Wir Musikanten" setzte einen fulminanten Schlusspunkt und ließ restlos begeisterte Besucher zurück.
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