Vokalensemble Hubert Velten gastierte am Kirchweihsonntag in Vohenstraußer Stadtpfarrkirche
„Stimmen, die uns verwöhnen“

Elf ehemalige Domspatzen mit Dekan Holger Kruschina von der Stadtpfarrei Sankt Pankratius in Roding beschenkten die Zuhörer am Kirchweihsonntag in der katholischen Stadtpfarrkirche mit einem geistlichen Konzert im Rosenkranzmonat.
Vermischtes
Vohenstrauß
25.10.2016
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Die elf Sänger des Vokalensembles Hubert Velten schickten am Kirchweihsonntag in der katholischen Stadtpfarrkirche zarte und berührende Gebete zum Himmel. Die Gruppe genießt mit der Liebe zur alten Chormusik landesweit Renommee.

(dob) Zur Marienfeier begrüßte Dekan Alexander Hösl rund 100 Zuhörer. Der Geistliche versprach einen musikalischen Hochgenuss, da es sich bei den Sängern um ehemalige Domspatzen handle. "Das sind Stimmen, die uns verwöhnen und uns in Gebetsstimmung versetzen wollen."

Alte Tradition


Das Vokalensemble schlug einen Bogen vom Trinitatisgesang aus dem 15. Jahrhundert mit dem Hymnus "Alta trinita beata" bis zum schlesischen Marienlied "Es blüh'n drei Rosen". Dazwischen folgten das gregorianische "Ave Maria", in dem es um den Gruß des Engels an die Gottesmutter ging oder um den Lobpreis an die Dreifaltigkeit. "Alma Redemptoris Mater" ist eine marianische Antiphon, die in der alten Tradition der katholischen Kirche in der Advents- und Weihnachtszeit oder in der Fastenzeit gesungen wird, erklärte Dekan Holger Kruschina aus Roding, der die Gruppe seit sechs Jahren leitet, den Zuhörern.

Nicht fehlen durfte das "Stabat Mater" von Gregor Aichinger, der 1564 in Regensburg geboren wurde und während seiner 64-jährigen Lebenszeit überwiegend vokale Werke schuf, die typisch für die Übergangszeit von der motettischen Vokalpolyphonie der Palestrinazeit zum konzertierenden Stil des 17. Jahrhunderts sind. Mit den bekannteren Stücken "Maria, schönste", "Maria, breit den Mantel aus" oder "Sagt an, wer ist doch diese" zeigten die elf Vokalkünstler am Ende nocheinmal, was in ihnen steckt.

Seit 2005


Kirchenmusikdirektor Hubert Velten gründete 1991 die aus Männerstimmen bestehende Formation"Cant-Arte" mit ehemaligen Regensburger Domspatzen. Das aktuelle Ensemble gibt es seit 2005. Nach Veltens Tod 2010 übernahm Pfarrer Kruschina das Zepter.
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