Wo Klassen zur Gemeinschaft werden
Ehrung der besten Sammler für das Schullandheimwerk Niederbayern-Oberpfalz

Regierungspräsident Axel Bartelt (links) und Rudolf Schwetlik, Vorsitzender des Schullandheimwerks (hinten, Zweiter von rechts), zeichneten das Sonderpädagogische Förderzentrum Vohenstrauß aus. Es sammelte 74 Euro. Bild: gib
Vermischtes
Vohenstrauß
03.03.2016
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Regensburg/Vohenstrauß. Eifrig gesammelt haben im vergangenen Jahr Buben und Mädchen für das Schullandheimwerk Niederbayern-Oberpfalz. Die erfolgreichsten elf Schulen wurden am Dienstag bei der Regierung der Oberpfalz in Regensburg ausgezeichnet. Darunter war das Sonderpädagogische Förderzentrum Vohenstrauß.

Oberpfalzweit waren im vergangenen Jahr knapp 56 000 Euro zusammengekommen. Das Geld wird verwendet, um für die Schullandheime in der Oberpfalz und Niederbayern Ausstattung zu kaufen, neue Lernmaterialien anzuschaffen oder besondere Angebote zu ermöglichen - und auch um die Klassenfahrten für alle Schüler erschwinglich zu machen.

Nunmehr drei Schullandheime in Gleißenberg (Kreis Cham), Habischried (Kreis Regen) und Riedenburg (Kreis Kelheim) stehen zur Verfügung. Das älteste und kleinste Heim in Sankt Englmar (Kreis Straubing-Bogen) wurde im Januar verkauft, weil sich das Schullandheimwerk die Sanierung nicht leisten konnte.

Regierungspräsident Axel Bartelt betonte die Bedeutung von Schullandheimen als ideale schulergänzende Angebote. "Schullandheimaufenthalte fördern den sozialen Zusammenhalt, das Lernklima und somit das gesamte Schulklima", sagte er. Projekte, die die gesamte Persönlichkeit des Schülers betreffen, stünden im Mittelpunkt. Oft helfe ein Aufenthalt, nicht nur das Verhältnis unter den Schülern, sondern auch zu den Lehrern zu verbessern. "Und bei einem Lehrer, mit dem man sich versteht, lernt man besser und schreibt bessere Noten", meinte der Regierungspräsident. "Zumindest bei mir war das so."

Rudolf Schwetlik, Vorsitzender des Schullandheimwerks, beteuerte, dass das Geld sehr gut angelegt werde. "Unsere Häuser sind fast schon Zwei-Sterne-Betriebe", sagte er. In fast allen Räumen gebe es mittlerweile fließendes Wasser. Ein Trakt müsse aber noch ausgebaut werden, dabei helfe das gesammelte Geld. In anderen Regierungsbezirken gebe es Überlegungen, die Sammlung abzuschaffen, berichtete er. "Das fände ich sehr schade."
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